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Richard Angelo

Der Krankenpfleger Richard Angelo wollte immer ein Held sein - deswegen engagierte der Abiturient sich nebenbei auch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Hauptberuflich arbeitete er auf der Intensivstation im Good Samaritan Hospital in Long Island, New York. 
Am 12 Oktober 1987 wurde er verhaftet und für 25 Todesfälle auf der Station verantwortlich gemacht. Er hatte allen Opfern ein Medikament namens Pavulon injiziert und später dann versucht sie zu reanimieren. 10 solcher "Unglücksfälle", wo ihm die Reanimation nicht mehr gelang, konnten ihm nachgewiesen werden. 
Angelo wurde zu der höchstmöglichen Strafe verurteilt : Eine Freiheitsstrafe von 61 Jahren bis zu lebenslänglich.


Joe Ball

Für die ersten amerikanischen Siedler war der Alligator ein Symbol der Männlichkeit – er stand für die Kämpfe zwischen den furchteinflößenden Reptilien und den ersten Bootsmännern auf dem Mississippi. Später stand der Begriff ‚Alligator‘ für einen ‚promiskuitiven Mann.‘ Letztere Definition beschreibt am besten Joe Ball – Ex-Alkoholschmuggler und Ende der 30‘er Jahre Gastwirt des The Sociable Inn in einem kleinen Dorf namens
Elmendorf in Texas. Dieses erfolgreiche texanische Rasthaus besaß nicht nur die hübschesten Kellnerinnen im Bundesstaat, sondern auch einen Pool mit fünf lebendigen Alligatoren, in welchen Joe gelegentlich Fleischklumpen warf – und ab und zu auch lebendige Katzen und Hunde um damit die Gäste zu unterhalten.
Mit vierzig Jahren hatte der große muskulöse Joe immer noch eine gute Figur und war definitiv ein Mann der Frauen. Auf ihn waren auch die anderen Männer aus Elmendorf neidisch, da sich die Kellnerinnen im The Sociable Inn die Klinke in die Hand gaben – alle waren ihrem lebhaften Arbeitgeber sehr ergeben.
Als die dritte Mrs. Ball ohne, wie es schien, irgendein Wort der Warnung verschwand, hatte Joe bereits eine Beziehung mit der 22 jährigen Hazel Brown, die letzte in einer Reihe von Mädchen, die das Auge des The Sociable Inn Klientel erfreute.  
Dann passierte etwas eigenartiges. Hazel verschwand auch. Elmendorf mag es nicht bemerkt haben, dafür aber Texas Ranger Lee Miller. Miller wunderte sich, warum niemand gesehen hatte wie Hazel die Stadt verlassen hatte und warum ihr Konto bei der örtlichen Bank, welches optimistisch vor kurzer Zeit erst eingerichtet wurde, nicht abgemeldet worden war, wenn sie einen Umzug geplant hatte. Ein Nachbar trug noch zu der Unruhe bei, indem er berichtete, er habe einen faulen Geruch welcher aus einer Regentonne des The Sociable Inn kam, bemerkt. 
Joe lachte immer nur darüber – das Verschwinden, diese dumme Dirnen ! Wer weiß warum sie das tun; die Regentonne, nur Fleisch vom Fleischer für die Alligatoren. Aber hinter der irreführenden Fassade befand sich ein sehr besorgter Joe Ball. In der Nacht des 24. September 1938 kamen einige Polizisten in das The Sociable Inn um Joe einige dringende Fragen zu stellen. Als Antwort langte der Wirt hinter die Kasse und ... Als der Rauch verzogen war, lag Joe Ball tot auf dem Boden, die Kugel welche er selber abgeschossen hatte, steckte fest in seinem Schädel. Nach und nach setzte sich die Wahrheit über ‚Alligator Joe’s‘ tödliche Affären zusammen. Die dritte Mrs. Ball war in San Diego gefunden worden, lebendig aber zu Tode erschrocken. Von ihr erfuhr die Polizei, daß er ihr die Morde an den Kellnerinnen gebeichtet hatte und sie dann bedrohte ihr würde das gleiche passieren, wenn sie auch nur ein Wort darüber verlieren würde. Sie war geflohen, da sie nicht das nächste Fressen der Alligatoren werden wollte. Mrs. Ball führte die Untersuchungsbeamten auch auf die Spur von Clifford Wheeler, den Handwerker des The Sociable Inn und, so erklärte sie, Joe Ball’s Komplize. Wheeler wurde von den Rangers festgenommen und gab schließlich zu, daß Joe Hazel Brown getötet hat und den Handwerker zwang den Leichnam zu zerstückeln und in einer Regentonne zu lagern bis er begraben werden könnte. Er bestätigte auch die frühere Ermordung der schwangeren 20 jährigen Minnie Gotthardt, wobei er die Polizei an den Ort führte, wo sich ihre Überreste in einem flachen Grab befanden. Als die Detektive die Gaststätte durchsuchten, fanden sie einen Pack belastender Briefe, welche Joe von ehemaligen Kellnerinnen des Inn geschrieben worden waren: viele waren auch schwanger gewesen; von ihnen wurde nie wieder auch nur eine Spur gefunden. Ein paar Monate nach dem Selbstmord kontaktierte ein Nachbar von Joe Ball, ein Ex-Rancher, Ranger Lee Miller bezüglich einer erschreckenden Nachbemerkung zu diesem Fall. Der Mann stammelte, als er in einer Nacht im Jahre 1936 – einer Nacht, die er in den vergangenen Jahren aus seinem Gedächtnis verbannen wollte – Joe Ball sah, wie er den Leichnam einer Frau zerstückelte und die Einzelteile den Alligatoren vorwarf. Ball hatte den Mann zum Schweigen gebracht indem er seiner Familie drohte und der Rancher zog schlauerweise mit all seinen Lieben nach Kalifornien um.
Die Polizei stellte fest, dass mindestens 5 Morde im The Sociable Inn begangen worden waren, auch wenn man die wahre Zahl nie erfahren wird. Die Alligatoren wurden in den Zoo von San Diego gebracht, wo sie für viele Jahre eine Attraktion waren.

Jürgen Bartsch "Der Kirmesmörder"

Jürgen Bartsch wurde 1946 unehelich in Essen geboren. Kurz nach seiner Geburt starb seine Mutter an Tuberkulose. Die Fleischerfrau Bartsch hatte das Kind in der Klinik gesehen und sich in den herzigen Jungen verliebt. Ihre Ehe war kinderlos geblieben. Sie adoptierte den Säugling. 
Bartschs Adoptivmutter war eine neurotische Sauberkeitsfanatikerin. Er durfte sich als Kind nicht dreckig machen, nicht mit anderen spielen und wurde später noch als 19jähriger von seiner Adoptivmutter in der Badewanne gewaschen. Bartsch dazu: "Sie wollte lieber eine Puppe haben." 
Der Vater verachtete und schikanierte seinen Ziehsohn. Im Gefängnis klagte Bartsch später: "Das Fehlen des wirklichen Geborgenseins hat mir immer sehr weh getan." Jürgen Bartsch war isoliert und fand auch in der Schule keine Freunde. Er blieb ein gehänselter Außenseiter. 
Mit 10 Jahren kam er in ein Heim. Zum erstenmal in seinem Leben fühlte er sich wohl, doch seine Eltern waren jedoch der Ansicht, dort ginge es zu leger zu. Sie steckten ihn daraufhin in ein katholisches Internat. Hier herrschten Zucht und Ordnung. 
Besonders streng ahndete man homosexuelle Kontakte unter den Zöglingen. Bartsch, der mit 8 Jahren sein erstes homosexuelles Erlebnis hatte, musste nun mit der von ihm selbst als abartig empfundenen Sexualität fertig werden, was ihm nie gelang. 
Am 8. Mai 1966 ging Bartsch auf eine Kirmes nach Essen-Schonnebeck. Dort sprach er den 11jährigen Manfred Graßmann an. Unter dem Vorwand, einen Schatz zu suchen, lockt er ihn in einen alten Luftschutzbunker. Dort angekommen, zwang er ihn sich auszuziehen. Bartsch nahm sexuelle Handlungen an seinem Opfer vor und erschlug ihn danach. Später nahm er ein Schlachtermesser und zerstückelt die Leiche. 
Am Sonnabend, dem 18. Juni 1966, streifte Bartsch auf der Suche nach einem neuen Opfer durch Wuppertal-Elbersfeld. Er fand es in Peter Freese. Bartsch brachte ihn in den Luftschutzbunker, wo er ihn mit Schlägen und Fußtritten dazu zwang, sich zu entkleiden. Er fesselte Freese und kündigte ihm an, er werde ihn töten. Danach verließ er den Bunker. Freese konnte sich von den Fesseln befreien und entkam. 
Eine Sonderkommission der Mordkommission Essen untersuchte daraufhin den Bunker. In dem alten Luftschutzbunker fand man die Überreste von 4 Kinderleichen. Es waren der 12jährige Ulrich Kahlweiß, der 13jährige Rudolf Fuchs, der 8jährige Klaus Jung und der 11jährige Manfred Graßmann. 
Die Suche nach dem Mörder begann. Bartsch konnte durch Hinweise aus der Bevölkerung verhaftet werden. 
Er wurde am 15.12.1967 in erster Instanz vom Landgericht Wuppertal zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt. Gerichtliche Gutachten hatten ihn für zurechnungsfähig erklärt. 
Nachdem zunehmend öffentliche Kritik am Verfahren laut geworden war, wurde das Urteil vom Bundesgerichtshof als Revisionsinstanz aufgehoben. Vom Landgericht Düsseldorf wurde das Urteil gegen ihn in 10 Jahre Jugendstrafe umgewandelt und eine Unterbringung in eine Heil.- oder Pflegeanstalt angeordnet. 
Jürgen Bartsch beantragte eine Kastration und starb 1976 auf dem Operationstisch im Landeskrankenhaus Eikelborn an den Folgen eines Narkosezwischenfalls. 



Martha Beck & Raymond Fernandez "The Lonely-Heart Killer"

Das Paar suchte Heiratsanzeigen nach reichen Frauen ab. Man traf sich dann mit den ahnungslosen Opfern und Fernandez versuchte erst das Herz - und später auch das Vermögen der Frauen zu gewinnen. Gelang dies, wurden die Frauen ermordet. 
Fernandez & Beck sollen zwischen 1947 und 1949 zwanzig Menschen ermordet haben. 
Ihr Prozess begann im Juli 1949. Beide gestanden 12 Morde und plädierten auf Unzurechnungsfähigkeit aufgrund Wahnsinns. Die Geschworenen verurteilten sie jedoch am 22 August zum Tode. 
Das Oberstes Bundesgericht wies ihre Gnadenappelle ab und beide wurden am 8 März 1951 in Sing Sing auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

Film:
The Honeymoon Killers, USA, 1970, (SW) 90 Min. 



Marie Alexandrine Becker

Marie Becker wurde 1877 geboren. Sie lebte als Hausfrau in Liege, Belgien. 
Im Jahr 1932 hatte sie als 55jährige eine Affäre mit Lambert Beyer. Kurz darauf vergiftete sie ihren Ehemann mit Digitalis. 
Nun hatte sie endlich mehr Zeit für ihren Geliebten Beyer, den sie, nachdem er ihr überdrüssig wurde, kurze Zeit später auch mit Digitalis vergiftete. 
Becker erlebte ihren zweiten Frühling und wurde eine feste Größe in lokale Nachtclubs. Dort tanzte sie mit Männer jeden Alters und hatte eine Reihe von jungen Geliebten. 
Dieses ausschweifende Leben kostete sie viel Geld. Sie eröffnete eine Boutique in Liege und ergänzte ihr Einkommen durch das Berauben und Vergiften von Frauen und Männern, deren Pflege sie übernommen hatte. 
Bevor ihr Treiben im Jahr 1936 entdeckt wurde, hatte sie 11 Opfer gefunden. 
Die 59jährige wurde in Brüssel verhaftet und des 11fachen Mordes angeklagt. Becker wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt und starb einige Jahre später im Gefängnis. 



Mary Flora Bell

Mary Flora Bell wurde am 26.5.1957 als das Älteste von vier Kindern geboren. Sie wurde oft zu Verwandten abgeschoben, wenn sich ihre junge Mutter in psychiatrische Behandlung begab. 
Die Mutter arbeitete als Prostituierte und man nimmt an, dass Mary und ihr kleinerer Bruder bei S/M Praktiken mitmachen mussten.
In der Schule war Mary Bell bei ihren Altersgenossen unbeliebt. Sie galt als notorische Lügnerin und versuchte ständig, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. 
Am 25.5.1968 wurde der 4jährige Martin George Brown, in einem verlassenen Haus in den Slums von Newcastle, ermordet aufgefunden. 
Am folgenden Tag erfolgte ein Einbruch in den örtlichen Kindergarten, bei dem eine von Kinderhand geschriebene Nachricht hinterlassen wurde, die, wie sich nachher herausstellte, von Mary Bell stammte: "WE did murder Martain brown Fuckof you bastard". 
Zwei Monate später, am 31.7.1968, verschwand der 3jährige Brian Edward Howe. 
Mary Bell selbst nahm an der Suche des Jungen teil. Aufgrund ihres Hinweises wurde die Leiche des Jungen in einem unbebauten Gebiet nahe der Siedlung gefunden. Als Todesursache wurde Strangulation festgestellt. 
Neben der Leiche befand sich eine abgebrochene Schere, mit der Mary Bell dem Jungen Zeichen in die Beine sowie den Buchstaben M in die Bauchdecke geritzt hatte. 
4 Tage nach dem Mord erschienen Mary und ihre Handlangerin Norma Bell (keine Verwandtschaft zu Mary Bell) bei der Mutter des Toten und fragten, ob sie seine Leiche im Sarg sehen durften. Die entsetzte Mutter verneinte natürlich. 
Einige Tage später gab Norma einen Ausspruch Marys preis: "I squeezed his neck and pushed up his lungs. That´s how I killed him." Nachdem noch andere Indizien den Tatverdacht bekräftigten, verhaftete man beide. 
Die Gerichtsverhandlung dauerte vom 3.12.1968 bis zum 17.12.1968. Mary Flora Bell wurde wegen 2fachen Mordes zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Norma Bell wurde als Mitläuferin freigesprochen. 
Im September 1977 schrieb Mary Bell erneut Schlagzeilen: Sie war mit einer anderen Insassin aus dem Gefängnis ausgebrochen, wurde jedoch 3 Tage später erneut verhaftet. In der Zwischenzeit hatten sie 2 Jungen kennen gelernt und dabei auch ihre Jungfräulichkeit verloren. Diese Geschichte füllte noch einmal die Gazetten der Zeitungen. 
Nach nur 11 Jahren Haft wurde die inzwischen 22jährige vorzeitig entlassen. Sie lebt heute in England und hat eine Tochter. 



Robert Berdella

Der Homosexuelle ermordete zwischen 1984 und 88 sechs Jugendliche in seinem Haus in Kansas City. 
Der Antiquar, Inhaber eines Geschäftes Namens "Bobs Bizarre Bazar" setzte seine Opfer unter Drogen, bevor er sie ans Bett fesselte. Darauf folgten grausame Folterungen mit Strom, unterbrochen von Vergewaltigungen, die sich manchmal über mehrere Wochen hinzogen. Weiterhin fotografierte er seine Opfer und schrieb sorgfältig jede kleinste Misshandlung auf, welche er ihnen zufügte. 
Berdella wurde am 19.12.1988 zu lebenslänglicher Haft verurteilt und starb dort eines natürlichen Todes. 



David Berkowitz "Son of Sam"

Der Postangestellte erschoss zwischen Juli 1976 und August 77 in New York sechs Menschen. Seine Opfer waren vor allem junge Paare, die ihr Auto an einsamen Plätzen für ein Schäferstündchen geparkt hatten. 
David Berkowitz war als Kind zur Adoption freigegeben worden. In seiner neuen Familie stieß er jedoch von Anfang an auf Probleme und wollte die ganze Zeit seine leibliche Mutter ausfindig machen. Der Wunsch verstärkte sich bei dem 14jährigen nach dem Tod der Adoptivmutter. 
Nach dem Abschluss der High School zog es ihn zur Armee. Er sah sich schon als mit Orden überhäuften Kriegshelden aus Vietnam zurückkehren, als bedeutende Persönlichkeit, die überall respektiert wurde. Seine Träume zerplatzten jedoch schnell. Die Armee schickte ihn nach Korea, wo er ein Jahr lang ohne die geringsten Auszeichnungen diente. 
Bei einer Prostituierten wollte er seine ersten sexuellen Erfahrungen sammeln. Dabei holte er sich gleich eine Geschlechtskrankheit. Es sollte sein einziges sexuelles Erlebnis mit einer Frau bleiben. 
Nach der Entlassung aus der Army spürte Berkowitz seine Mutter endlich auf. Das Treffen mit ihr und seiner Halbschwester war eine Enttäuschung: Er hatte gehofft, sie würde ihn aufnehmen, doch auch dieser Traum verpuffte. 
Bevor er zu morden anfing, hatte Berkowitz in Brooklyn und Queens 1488 Feuer gelegt, die er in peinlich genauen Tagebucheintragungen festgehalten hat. Die Brände legte er meistens in Mülltonnen oder leerstehenden Gebäuden. Wie viele Brandstifter, masturbierte auch er, während er die Flammen sah und dann noch einmal, wenn die Feuerwehr kam, um sie zu löschen. Seine ersten Opfer waren Alexander Esau und Valentina Suriani. Sie wurden in der Bronx gefunden. Man hatte sie aus nächster Nähe erschossen. Während seine ersten Opfer noch mit dem Tode rangen, legte er einen Zettel auf den Autositz : Peng, peng ! ... Ich melde mich wieder. Unterschrieben war das ganze mit "Mr. Monster". 
Der nächste Übergriff fand in Bayside, Queens, statt, aber sowohl der Mann als auch die Frau überlebten. 
Fünf Tage später hatte ein Pärchen in Brooklyn nicht solches Glück: Stacy Moskowitz starb auf der Stelle, Robert Violante überlebte, verlor durch die Verletzungen jedoch sein Augenlicht. 
Im August 1977 konnte der Son of Sam verhaftet werden. Berkowitz hatte mit seinem Ford Galaxy am Abend des 31 Juli 1977 zu nah an einem Feuerwehrhydranten geparkt. Eine Zeugin aus der Gegend erinnerte sich daran, dass sie gesehen hatte, wie ein Polizist einen Strafzettel ausstellte, und als man diesen zurückverfolgte, stieß man auf David Berkowitz. 
Als die Polizei ihn stellte, sagte er nur : "Tja, erwischt". 
Nach seiner Verhaftung behauptete Berkowitz, seine Taten auf Befehl eines Dämons begangen zu haben, der in den Hund seines Nachbarn Sam Carr - einen schwarzen Labrador - gefahren sei. 
Im Gefängnis Attica State Prison gestand er jedoch, dass das Hauptmotiv für die Schüsse auf Frauen Hass gegen seine Mutter war und wohl auch mit seiner Unfähigkeit zu tun hatte, normale Beziehungen mit Frauen einzugehen. 
Er wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt.

Film:
Nachts wenn der Teufel kommt, USA, 19?? 



Kenneth Bianchi & Angelo Buono "The Hillside Stranglers"

1977 und 1978 wurden in Los Angeles und Bellingham zwölf junge Frauen vergewaltigt und ermordet. 
Man nannte die Täter "The Hillside Stranglers", da sie die Leichen ihrer Opfer am Fluss der Hügel von Los Angeles liegen ließen. 
Mitte Oktober 1977 fand man in Los Angeles die nackte Leiche einer schwarze Prostituierten. 
2 Wochen später wurde die Leiche einer 15jährigen Ausreißerin gefunden. 
In den nächsten Monaten fand man 8 weitere Leichen. Alle Opfer waren sexuell misshandelt, vergewaltigt (oft anal und vaginal) und schließlich erwürgt worden. Eine hatte man mit Strom gefoltert, einer anderen hatte man Waschmittel mit einer Spritze injiziert. 
Schon früh in ihren Ermittlungen ging die Polizei von 2 Tätern aus, da man verschiedene Spermen in den Opfern fand. 
Im Februar 1978 stoppten die Morde in Los Angeles. 
Ein Jahr später wurden die Leichen von 2 Studentinnen in Bellingham/Washington entdeckt. 
Sie waren vergewaltigt und danach erwürgt worden. Der Verdacht fiel auf den 26jährigen Wachmann Kenneth Bianchi, welcher kurz vorher von Los Angeles nach Bellingham gezogen war. 
Bianchi gestand die beiden Morde und weiterhin, dass er und der 44jährige Autopolsterer Angelo Buono - ein Cousin von Bianchi - die gesuchten Hillside Stranglers waren. 
In dem Gerichtsverfahren in Bellingham erklärte Bianchi, dass nicht er sondern sein zweites "Ich" namens Steve, die Morde begangen hätte. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und war der Hauptbelastungszeuge in dem folgenden Prozess in Los Angeles gegen Buono. 
Buono wurden daraufhin ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt. 
Bianchi füllte noch einmal die Schlagzeilen: Im Juni 1980 bekam er einen Brief von  Veronica Lynn Compton, einer 23jährigen Schauspielerin. Die beiden verliebten sich und schmiedeten einen abartigen Plan. 
Compton sollte nach Bellingham fahren und eine Frau in dem Stil der Hillside und Bellingham Morde erwürgen. Um die Polizei davon zu überzeugen, dass Bianchi nicht der Mörder sein konnte, sollte sie seine Samenflüssigkeit bei dem Opfer zurücklassen. 
Am 16. September 1980 besuchte Compton Bianchi im Gefängnis und bekam ein Buch mit Teil eines Gummi-Handschuhs darin, welcher Bianchis Samenflüssigkeit enthielt. Jedoch scheiterte ihr Vorhaben, da das Opfer fliehen konnte. Compton wurde in Kalifornien verhaftet und 1981 verurteilt. Ihre vorzeitige Haftentlassung ist erst 1994 möglich.



Paul Bernardo & Karla Homolka (aka Paul Teale & Karla Homolka Teale) 

Im Sommer 1991 wurde die 14jährige Leslie Muhaffy in Kanada gekidnappt. Ihr in Zement eingegossener Leichnam wurde einige Wochen später im Lake Gibson aufgefunden. 
Ein Jahr später wurde die 15jährige Kristen French entführt. Ihr Leichnam wurde 2 Wochen später entdeckt. 
Beide Mädchen waren von dem Ehepaar Bernardo vergewaltigt und ermordet worden. Doch dies waren nicht die einzigen Morde des Paares: Karla Homolka bot ihrem Mann als Weihnachtsgeschenk die Jungfräulichkeit ihrer jüngeren Schwester Tammy an. 
Bernardo versetzte ein Getränk mit einem Beruhigungsmittel für Pferde und vergewaltigte die schlafende 14jährige anal und vaginal. Seine Frau nahm die Tortur ihrer Schwester auf Video auf. 
Jedoch war die Dosis so stark, dass Tammy Homolka sich übergab und an ihrem Erbrochenen erstickte. 
Das Paar konnte verhaftet werden und einer der spektakulärsten Prozesse in Kanada begann. Im September 1995 wurde der arbeitslose Buchhalter Paul Bernardo wegen Mordes und Vergewaltigung zu lebenslänglicher Haft verurteilt. 
Er gestand weiterhin die Vergewaltigung von 14 weiteren junger Frauen. 
Seine Frau und bereitwillige Helferin Karla Homolka wurde am 5 Juli zu 12 Jahren Haft verurteilt. Sie kann schon 2001 einen Antrag auf eine vorzeitige Haftentlassung stellen.



Lawrence Sigmund Bittacker & Roy Norris

Die beiden Ex-Zuchthäusler Lawrence Bittacker und Roy Norris kam die Polizei Mitte Februar 1980 auf die Spur. In ihrem Van wurden Tonbänder gefunden, auf denen Schreie in Todesangst, sowie Geräusche von Folterungen, Vergewaltigungen und Morden festgehalten waren. 
Ferner fand man 500 Fotos von Teenagern, von denen wenigstens 19 bei der Polizei als vermisst galten. 
Bittacker und Norris hatten sich im Gefängnis kennen gelernt, wo sie als Vergewaltigter einsaßen. Sie wurden jedoch als kuriert angesehen und entlassen. 
Nachdem sie entlassen wurden, war ihr erstes Ziel, jedes Jahr einen Teenager zwischen 13 und 19 Jahren zu vergewaltigen und umzubringen. 
1979 setzten sie ihren Plan in die Tat um. Man konnte ihnen später 5 Morde nachweisen, nimmt jedoch an, dass wenigstens 30-40 Teenager ihnen zum Opfer gefallen sind. 
Die identifizierten Opfer waren alle bestialisch gequält und vergewaltigt worden. In einem aufsehenerregendem Prozess, welche als Erster in der Amerikanischen Geschichte "Live" im Fernsehen übertragen wurde, wurde Lawrence Bittacker am 1.2.1981 für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. 
Roy Norris zeigte sich  geständig und erhielt eine lebenslange Haftstrafe. 



William Bonin "The Freeway Killer"

Der Lastwagenfahrer William Bonin wurde am 8.1.1947 geboren. 
Er wurde am 5.1.1982 wegen der Vergewaltigung und Ermordung von 10 jungen Männern - man verdächtigt ihn insgesamt 21 Morde begangen zu haben - zum Tode verurteilt. 
Am 23.2.1996 wurde der 49jährige hingerichtet. Bonin war der erste Häftling, welcher in Kalifornien mit einer Giftspritze exekutiert wurde. 
Bei den letzten 5 Morden hatte Bonin einen Komplizen, Vernon Butts. Dieser erhängte sich nach seiner Verhaftung. 



 Ian Brady & Myra Hindley "The Moor Murders"

Ian Brady wurde am 2.1.1938 als uneheliches Kind einer schottischen Kellnerin geboren. Schon als Kind folterte er andere Kinder und verstümmelte Tiere "aus Spaß ". Brady nahm z.B. Katzen und warf sie aus dem Fenster, um zu sehen, wie sie "aufplatzten". Nach einem Gefängnisaufenthalt begeisterte er sich an Büchern über das Nazideutschland, Sadismus und sexuelle Perversion. Seine Komplizin Myra Hindley wurde im Juli 1942 geboren und wuchs bei ihrer Großmutter auf. Sie war äußerst schüchtern und noch Jungfrau, als sie Brady im Januar 1961 kennen lernte. Beide arbeiteten in einer Chemiefabrik im Großraum Manchester. Hindley verliebte sich in Brady und sie wurden ein Paar. Im Juli 1963 begingen sie gemeinsam ihren ersten Mord. Am 12 Juli 1963 ermordeten sie die 16jährige Pauline Reade. Vier Monate später töteten sie den 12jährige John Kilbride. Keith Bennet, ebenfalls 12, wurde am 16 Juni 1964 ermordet. Das nächste Opfer, die 10jährige Leslie Ann Downey, verschwand am 26.12.1964. Das Paar fotografierte Downey in pornographischen Posen, und sie hörten später die Bandaufnahme mit den Schreien des Kindes ab, während sie miteinander schliefen. (Diese Bänder wurden in der Gerichtsverhandlung gegen sie als Belastungsmaterial vorgespielt). Alle ihre Opfer wurden in einem naheliegendem Moor vergraben. Später wollten sie einen Komplizen gewinnen. Brady und Hindley prahlten von ihren "Taten" bei dem Schwager von Hindley, David Smith. Am 6 Oktober 1965 demonstrierte Brady "es" an dem 17 Jahre alten Homosexuellen Eduard Evans, indem er ihn strangulierte. Smith wohnte diesem Mord teilnahmslos bei. Am nächsten Morgen rief er jedoch die Polizei an und Hindley und Brady wurden verhaftet. Am 6 Juni 1966 wurden beide des Mordes an Eduard Evans und Leslie Anna Downey überführt und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. 1988 gestand Brady eine weitere Anzahl von Morden. Bei den darauffolgenden Untersuchungen konnten jedoch keine weiteren Leichen gefunden werden.



Jerome Brudos

Jerome Henry Brudos wurde 1939 in South Dakota geboren und wuchs in Kalifornien auf. Als 5jähriger fand er auf einer Müllkippe ein paar Lackschuhe mit hohen Absätzen. Als er sie mit nach Hause nahm und anprobierte, erklärte seine Mutter aufgeregt, er solle sie sofort wegwerfen. Aber er versteckte und behielt sie, bis seine Mutter sie fand, verbrannte und ihn bestrafte. Als er sechzehn war und inzwischen in Oregon lebte, brach er regelmäßig in Nachbarhäuser ein und stahl Frauenschuhe, manchmal auch Unterwäsche. 1968 - er war inzwischen verheiratet mit Darcie Brudos und hatte zwei Kinder - stand ein 19jähriges Mädchen namens Linda Slawson vor der Tür. Sie wollte Bücher verkaufen. Die Gelegenheit nutzend, zerrte Brudos sie in den Keller, prügelte und erwürgte sie. Als sie tot war, zog er sie aus und probierte verschiedene seiner gesammelten Kleidungsstücke an der Toten aus. Bevor er sich der Leiche entledigte, indem er sie im Willamette River zusammen mit einem defekten Autogetriebe versenkte, hackte er ihr den linken Fuß ab, schob ihn in einen seiner geliebten Pumps und versteckte ihn in einer abschließbaren Tiefkühltruhe. Im Laufe der folgenden Monate tötete er noch dreimal. Brudos verstümmelte auch diesmal seine Opfer, indem er z.B. ihre Brüste abschnitt. Von diesen fertigte er Plastikabdrucke an. Er wurde verhaftet, als bei einem angeblichen Rendezvous mit einer Frau die Polizei auf ihn wartete. Er gestand die Morde und bekannte sich schuldig, als klar wurde, dass er nicht wegen geistiger Verwirrung freikommen würde. Außerdem belastete er sich durch ein Foto unabsichtlich selbst: Er hatte die Leiche eines seiner Opfer in der Garage an einen Haken gehängt, ihr seine Lieblingskleider und Schuhe angezogen und dann einen Spiegel unter sie gestellt, damit er ihr unter den Rock sehen konnte. Als er davon ein Foto machte, lichtete er sich - ohne es zu wissen - selbst darauf ab. Brudos wurde 1969 zu lebenslänglicher Haft verurteilt und befindet sich z.Z. im Oregon State Penitentiary von Salem. 



Judias Buenoano

Judias Buenoano verkörperte den Amerikanischen Traum: In einer äußerst armen Familie geboren, wurde sie eine sehr reiche Geschäftsfrau. Für alle, die ihr näher kamen, wandelte der Traum sich jedoch bald zum Albtraum. 
Auf die Spur kam die Polizei der Frau erst zwölf Jahre nach ihrem ersten Mord. 
1983 versuchte sie, ihren damaligen Verlobten John Gentry mit einer Autobombe ins Jenseits zu befördern. 
Bei den Ermittlungen berichtete der Mann, seine Verlobte habe ihm "Vitamintabletten" verabreicht, die ihn aber krank gemacht hätten. Die Beamten wurden aufmerksam und untersuchten die Tabletten: Es war Arsen. 
Einmal misstrauisch geworden, ließ die Polizei nicht mehr locker. "Buenoano" - das war doch der spanische Ausdruck für das englische Wort "Goodyear", der Nachname ihres ersten Ehemannes. 
Die Leiche von James Goodyear wurde daraufhin exhumiert. Bei einer Autopsie entdeckten die Experten, dass er zum Zeitpunkt seines Todes eine tödliche Dosis von Arsen im Körper hatte. 
Weiterhin stieß man auf einen seltsam anmutenden Unglücksfall: 1980 ertrank der 19 jährige gelähmten Sohn - es wurde später vermutet, dass die Lähmung von Arsen verursacht wurde - bei einer Kanufahrt mit Buenoano. Angeblich sei das Kanu gekentert und sie hätte ihn nicht mehr retten können. 
Ihr Motiv für die beiden Morde: Sie wollte die Lebensversicherung für die Toten kassieren, die sie selbst kurz vorher abgeschlossen hatte. In beiden Fällen erhielt sie das Geld von der Versicherung, zusammen 210.000 Dollar. 
Die als "Schwarze Witwe" bekannte Frau wurde am 26. November 1985 wegen Mordes zum Tode verurteilt. 
Doch wahrscheinlich hatte sie noch wenigstens einen weiteren Mord begangen: Auch ihren späteren Freund Bobby Joe Morris soll sie 1978 mit Arsen vergiftet haben. 
Zu einer Anklage in Fall Morris kam es jedoch nicht mehr, denn Judias Buenoano wurde am 1.4.1998 in Florida auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. 
Ihre Hinrichtung war erst die dritte einer Frau seit der Wiederzulassung der Todesstrafe 1976.



Ted Bundy

Theodore Robert Bundy wurde der populärste Mörder seiner Zeit, was wahrscheinlich an seinem blendenden Aussehen und seiner Redegewandtheit lag. Schätzungen zufolge hat Bundy in mehreren Staaten zwischen 35 und 60 junge Frauen ermordet. Bei der Wahl seiner Opfer sprang er auf besondere Schlüsselreize an: Die Frauen mussten lange, dunkle und in der Mitte gescheitelte Haare tragen. Die Medien zeichneten von dem intelligenten Ex-Studenten der Rechtswissenschaften das Bild eines "Mr. Nice Guy". In Wirklichkeit war Ted Bundy alles andere als der Rudolph Valentino der Serienmörder. Er war brutal, sadistisch und pervers. Sein letztes Opfer, ein zwölfjähriges Mädchen, tötete er, indem er ihren Kopf in den Schlamm presste. Dank seiner Redegewandtheit fiel es ihm nicht schwer, Mädchen und junge Frauen an einen abseits gelegenen Ort zu locken. Dort schlug er sie mit einem Brecheisen, das er unter dem Arm oder im Wagen verborgen hatte, nieder. An den bewusstlosen oder halb betäubten Opfern verging er sich auf grausamste Weise. Seine bevorzugte Methode war die anale Vergewaltigung. Danach erwürgte er seine Opfer und transportierte sie oft über Hunderte von Meilen. Ehe er die Leichen irgendwo liegen ließ, zerstückelte er sie. Oft kehrte er Tage nach dem Verbrechen zu den Toten zurück und befriedigte sich an den herumliegenden Körperteilen, indem er beispielsweise in den Mund des vom Rumpf abgetrennten Kopfes ejakulierte. Seine ersten Bluttaten beging Bundy 1974 in Seattle. Er tötete 7 Frauen in sieben Monaten. Nach diesen Morden war ihm die Polizei auf den Fersen, doch er zog weiter in südöstlicher Richtung nach Utah. In Salt Lake City mordete er weiter, bevor er nach Colerado zog. Eine Spur von Toten säumte seinen Weg, auf dem er wenigstens 5 Opfer fand. In Colerado wurde er 1976 gefasst. Im Januar 1977 wurde er dort wegen Mordes angeklagt. Bundy wollte sich selbst verteidigen und dies gestattete ihm Zugang zu der Juristischen Bibliothek. Dort wurde er für einen Moment alleingelassen und entkam. Er wurde wieder verhaftet, und erneut gelang ihm im Dezember 1977 die Flucht, diesmal aus dem Gefängnis. Er zog weiter nach Tallahassee/Florida. Dort stieg er in das Haus der Chi-Omega-Studentenverbindung der Florida State University ein und ermordete 2 Frauen. Er konnte flüchten und mordete erneut. Sein letztes Opfer war ein 12jährige Schülerin, welche er vor ihrer Schule kidnappte, und nachdem er sie vergewaltigt hatte, auch ermordete. Im Februar 1978 konnte Bundy bei einer Verkehrskontrolle gefasst werden. Im Gefängnis gestand er später an die 100 Morde. Ihm konnte nun endlich der Prozess gemacht werden. Bundy wurde letztendlich  durch Bisswunden am Gesäß eines Mordopfers  überführt, und zum Tode verurteilt. Ted  Bundy wurde am Morgen des 24 Januar 1989 auf dem elektrischen Stuhl für die 3 Morde in Florida hingerichtet. In der Nacht vor seiner Hinrichtung gestand er in einem Fernsehinterview zahlreiche weitere Morde, in der vergeblichen Hoffnung, dadurch einen weiteren Aufschub der Todesstrafe zu erreichen.

Die identifizierten Opfer von Ted Bundy:

Jolly, Rita Lorraine - Juni, 1973
Hollar, Vicki Lynn - August, 1973
Devine, Katherine Merry 25 November., 1973
Healy, Lynda Ann - 31 Januar, 1974
Manson, Donna - 12 März , 1974
Rancourt, Susan - 17 April , 1974
Parks, Roberta Kathleen - 6 Mai, 1974
Ball, Brenda Carol - 1 Juni, 1974
Hawkins, Georgeann - 10 Juni, 1974
Ott, Janice - 14 Juli , 1974
Naslund, Denise - 14 Juli, 1974
Smith, Melissa - 18 Oktober, 1974
Aime, Laura - 31 Oktober, 1974
Wilcox, Nancy - 3 Oktober, 1974
Kent, Debbi - 8 November, 1974
Curtis, Sue - 28 Juni, 1975
Baird, Nancy - 4 Juli, 1975
Smith, Debbie - Februar, 1976
Campbell, Caryn - 12 Januar, 1975
Cunningham, Julie - 15 März, 1975
Oliverson, Denise - 6 April , 1975
Cooley, Melanie - 1 Juli, 1975

Bowman, Margaret - 14 Januar, 1978
Levy, Lisa - 14 Januar, 1978
Leach, Kimberly - 9 Februar, 1978 



Harvey Carignan

Harvey Carignan wurde 1949 in Alaska zum Tod durch Erhängen verurteilt. Er hatte eine Frau mit einem Hammer erschlagen. 
Carignan musste jedoch wieder freigelassen werden, weil ein Polizist vergessen hatte, ihm bei der Festnahme über seine Rechte zu informieren. 
Dieser Riese mit unglaublicher Kraft vergewaltigt danach fünf Frauen und tötete sie mit Hammerschlägen. 
Carignan wurde 1975 erneut verhaftet und zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. 
Unter seinen Habseligkeiten entdeckte man ein schreckliches Dokument: Landkarten, auf denen mehr als hundert Orte rot eingekreist waren. An einem Teil dieser Orte gab es ungelöste Mordfälle, oder aber es sind Frauen spurlos verschwunden. 
Man verdächtigt Carignan etwa 18 Morde begangen zu haben. 



David  Carpenter "The Trailside Killer"

Zwischen 1979 und 1981 machte David Carpenter die Hügel um die Bucht von San Francisco unsicher und erschoss dort acht Spaziergänger. 
David Carpenter wurde am 1.5.1981 verhaftet und des 2fachen Mordes überführt. Er wurde daraufhin zum Tode verurteilt. 



Richard Trenton Chase

Richard Trenton Chase wurde 1950 geboren und stammte aus einer in bescheidenen Verhältnissen lebenden Familie. Er war der einzige Sohn und galt als gehorsames und liebes Kind. Mit einem IQ von 95 galt Chase als durchschnittlicher Schüler. Er hatte auch Freundinnen, die Beziehungen endeten aber jedes Mal, wenn es zum ersten Geschlechtsverkehr kommen sollte - Chase war impotent. 1976 wurde Chase in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, nachdem er sich Kaninchenblut in die Venen gespritzt hatte. In der Klinik war Chase der Schrecken aller Krankenschwestern. Er fing Vögel und biss ihnen den Kopf ab. Seine bizarren Verhaltensweisen hatten alle einen Grund, zumindest sah er das so. Er dachte, er würde von seiner Umwelt langsam vergiftet und sein Blut würde sich in Pulver verwandeln. Nur fremdes Blut könne ihn darum am Leben erhalten. 1977 war Richard Chase davon überzeugt, dass seine Organe im Inneren des Körpers wanderten, dass sein Herz aus Blutmangel schrumpfte, dass sein Magen dabei sei zu verfaulen. Er tötete unzählige Hunde und Katzen, deren Blut und Innereien er mit Cola vermischte, um diesen " Cocktail " zu trinken und sich damit am Leben zu erhalten. Chase erstes menschliches Opfer war Ambrose Griffin. Er wurde am 28 Dezember erschossen, als er gerade dabei war, sein Auto auszuladen. Am 23 Januar 1978 wurde die 22jährige Terry Wallin auf bestialische Weise ermordet. Die Leiche der im dritten Monat schwangeren Frau wurde mit zerfetztem Unterleib aufgefunden. Allem Anschein nach hatte der Täter das Blut des Opfers in einem Joghurtbecher aufgefangen und getrunken. Am 26 Januar wurden in einem Vorort von Sacramento weitere drei Leichen aufgefunden. Die Toten waren Evelyn Miroth, 36, ihr sechsjähriger Sohn Jason und Daniel J. Meridith, 52 ein Freund der Familie. Vermisst wurde darüber hinaus Mrs. Miroths zweiundzwanzig Monate alter Neffe Michael Ferriera. Alle drei Opfer waren erschossen worden. Im Badezimmer entdeckte die Polizei Hirnmasse und Kot. Auch hier hatte der Mörder anscheinend das Blut der Opfer getrunken. Am 28 Januar konnte Chase durch Hinweise einer ehemaligen Mitschülerin verhaftet werden. In seiner verdreckten Wohnung fanden die Polizisten die Leiche von Michael Ferriera, drei Rührschüsseln voller Blut sowie Zeitungsberichte über den ersten Mord. Der Prozess gegen Chase begann Anfang 1979. Chase wurde wegen Mordes in sechs Fällen zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. Am 26.12.1980 wurde er tot in seiner Zelle in San Quentin gefunden. Man hatte ihm täglich Tabletten gegen seine Halluzinationen gegeben, diese hatte er gehortet und dann alle auf einmal eingenommen. 



Andrej Romanowitsch Chikatilo

Der 57jährige Ex-Lehrer aus der russischen Großstadt Rostow wurde von der Polizei des 52fachen Mordes überführt, im April 1992 unter Anklage gestellt und nach einem spektakulären Prozess zum Tode verurteilt. Insgesamt soll er sogar 65 Mädchen, Frauen und Jungen sexuell missbraucht, umgebracht und auf grauenvolle Weise verstümmelt haben. Andere Schätzungen sprechen von 90 Opfern.
Chikatilo wurde 1936 geborenen und wuchs während des Zweiten Weltkriegs auf. Bei den ersten Kontakten mit dem anderen Geschlecht bemerkte er, dass er impotent war. Schüchtern und voller Minderwertigkeitskomplexe versuchte Chikatilo, diesen "Makel" durch eine gute Bildung und Umgangsformen zu kompensieren. Er besuchte die Universität und wurde schließlich Lehrer. Im Sportunterricht bemerkte er  die sexuelle  Anziehungskraft die Kinder auf ihn ausübten. Er drang überraschend in Umkleideräume und Toiletten ein. Nach einem Vergewaltigungsversuch wurde er zwangsversetzt. Am 22 Dezember 1978 beging Chikatilo seinen ersten Mord. Er lockte die neunjährige Lenotschka Sakotnova in seine Daccia, stieß sie zu Boden und versuchte sie zu vergewaltigen. Als dieses Vorhaben misslang erstach er sie letztendlich. Ihre Leiche warf ihn in einen nahen Fluss. Für diesen Mord wurde der Vorbestrafte Alexander Kraftschenko zum Tode verurteilt und 1983 erschossen. Chikatilo blieb in Freiheit. Er verübte zwei Jahre lang keine weitere Tat. Seine spätere Vorgehensweise war auf Bahnhöfen Kinder und Frauen anzusprechen. Seine Opfer waren Landstreicher, Prostituierte, vernachlässigte oder verwaiste Kinder. Er versprach ihnen Süßigkeiten, Essen oder Geld - Frauen lockte er mit Geld oder Alkohol für einen Liebesdienst. Die Opfer begleiteten ihn in ein  Waldstück, wo er mit einem Messer auf sie einstach und grausam verstümmelte. Um den Blick der Toten und Sterbenden nicht ertragen zu müssen, stach er ihnen die Augen aus. Er war der Ansicht, in die Netzhaut eines sterbenden Menschen fresse sich deutlich das Gesicht des Mörders. Oft biss er ihnen die Brustwarzen ab oder schnitt ein Stück der Geschlechtsorgane ab, welche er dann verschluckte. Auch onanierte er über den Gemarterten, wenn sie im Todeskampf noch zuckten. Am 20. Dezember wurde Chikatilo festgenommen. In einem späteren Verhör gestand er die Morde. In dem späteren Gerichtsverfahren behauptete er, dass einer seiner älteren Brüder während der Hungersnot in der Ukraine ergriffen und verspeist worden wäre. Des weiteren sei der qualvolle Tod seines geliebten Vaters an Tuberkulose schuld daran gewesen, dass seine Entwicklung so verhängnisvoll verlaufen sei. 
Wegen 52fachen Mordes wurde Andrej Romanowitsch Chikatilo zum Tode verurteilt. 
Am 16.2.94 wurde er in Moskau standrechtlich erschossen. 



John Christie

John Reginald Halliday Christie wurde am 8 April 1898 in Halifax/England als fünftes Kind geboren. Er hatte 4 Schwestern wovon 3 älter waren. Christie durchlebte eine strenge Kindheit mit wenig oder keiner sichtbaren Zuneigung durch seinen Vater. Seine Mutter überschüttete ihn aber gerade damit und er galt bei anderen Jugendlichen als "Weichei". Er entwickelte früh eine chronische Hypochondrie, um Beachtung zu finden. Seine ersten sexuellen Erfahrungen verliefen enttäuschend  und er wurde als "Reggie-No-Dick" gehänselt. Christie, welcher ein guter Schüler war, verließ die Schule mit fünfzehn, um Polizeibeamter zu werden. Dort wurde er jedoch wegen eines Diebstahls vorzeitig entlassen. Danach arbeitete er in der Teppichfabrik seines Vaters. Dort stahl er erneut und wurde von Zuhause verbannt. Im 1 Weltkrieg wurde Christie durch einen Senfgasangriff verwundet. Als Folge davon war er nach eigenen Angaben für 3-6 Monate blind. Auch verlor er seine Stimme und konnte nur noch wispern, was sich jedoch wieder legte. Am 10 Mai 1920 heiratete er seine Frau Ethel und sein Leben schien endlich in geordneten Bahnen zu verlaufen. 1934 hatte Christie aber einen schweren Verkehrsunfall, wobei er sich erhebliche Kopfverletzungen zuzog. Später war er für kurze Zeit in einem Postamt beschäftigt. Dort stahl er einen Geldbrief und verbrachte daraufhin sieben Monate im Gefängnis. Im Dezember 1938 zogen er und seine Ehefrau in das Erdgeschoss in Rillington Place Nr.10 im Londoner Stadtteil Notting Hill. Anfang Dezember 1952 kündigte Christie die Wohnung und zog am 20 März 1953 aus. Er sagte er wolle mit seiner Frau nach Sheffield übersiedeln. Der neue Mieter Beresford Brown entrümpelte und renovierte die Wohnung. In der Küche entdeckte er in einem übertapeziertem Wandschrank eine nackte Frauenleiche. Insgesamt fand die Polizei am 24 März 1953 drei Frauenleichen in dem Wandschrank in der Küche, und unter den Dielen des Wohnzimmers eine weitere - es war Ethel Christie. Bei den 3 Frauen in der Küche handelte es sich um die Prostituierten Kathleen Maloney, Rita Nelson und Hectorina MacLennan, die alle Anfang 1953 innerhalb weniger Wochen verschwunden waren. Am 27 März fand man im Garten des Anwesens verschiedene menschliche Skeletteile. Die Leichen waren die der Wienerin Ruth Fürst, welche seit August 1943 als vermisst galt, und die von Muriel Eady, einer Arbeitskollegin von Christie, welche seit Oktober 1944 vermisst wurde. Alle Opfer waren mit Leuchtgas betäubt und danach erdrosselt worden. An den Toten konnte außerdem die Vornahme sexueller Handlungen nachgewiesen werden. Am 31 März konnte der flüchtige Christie in London festgenommen werden. Noch am selben Tag legte er ein Geständnis ab. Vom 22 bis 25 Juni 1953 fand in Old Baily die Gerichtsverhandlung statt. Dem Antrag der Verteidigung, die auf Unzurechnungsfähigkeit plädierte, folgte das Gericht nicht. So endete John Reginald Christie, der als "Massenmörder von Notting Hill" in die Kriminalgeschichte einging, am 15 Juli 1953 im Londoner Zuchthaus Pentonville am Galgen. Für zwei wahrscheinlich von Christie begangene Morde wurde 1950 Timothy Evans gehängt. Der Hauptbelastungszeuge in der Gerichtsverhandlung gegen Evans war Christie selbst gewesen. Evans, welcher im selben Haus wie Christie wohnte, soll im November 1949 seine Frau Beryl und seine Säuglingstochter Geraldine erdrosselt haben. Diese Taten gestand der leicht schwachsinnige zuerst auch, wiederrief sie aber später. Er behauptete Christie hätte eine Abtreibung bei seiner Frau vorgenommen und diese sei an den Folgen verstorben. Das Kind wollte Christie zu Bekannten geben, welche es adoptieren sollten. Christie gestand später im Gefängnis den Mord an Beryl Evans, verneinte jedoch etwas mit dem Tod des Säuglings Geraldine zu tun zu haben. Es dauerte 13 Jahre, bis die Englische Regierung Evans posthum freisprach.

Literatur:

Ludovic Kennedy, Ten Rillington Place, Simon & Schuster, 1961
Ingo Wirth, Tote geben zu Protokoll, Verlag Neues Leben, 1994
Christian Heermann, Der Würger von Notting Hill, Das Neue Berlin, 1999



John Norman Collins

Zum ersten mal schlug Collins im Juli 1967 zu: Eine junge Frau namens Mary Fleszar war vom Campus der Universität von Michigan verschwunden. Einen Monat später wurde ihr verwester Leichnam gefunden. Man hatte sie erstochen und Hände und Füße abgehackt. Ein Jahr später wurde die Leiche von Joan Schell entdeckt. Sie war eine Studentin der Universität von Michigan im benachbarten Ann Harbour. Sie war vergewaltigt und mit mindestens 50 Messerstichen ermordet worden. Später fand man noch eine weitere Leiche in Ypssilanti. Die Morde, die als "Michigan Murders" bekannt wurden, eskalierten, und die Studentinnen an beiden Universitäten lebten in Angst und Schrecken. Jede Leiche, die auftauchte, wies Spuren grauenhafter Misshandlungen auf. Als John Norman Collins, selbst ein Student, 1969 verhaftet wurde, waren 6 Studentinnen und ein 13jähriges Mädchen eines grausamen Todes gestorben. Das Gericht konnte jedoch nur einen Mord nachweisen, und so wurde Collins 1970 zu mindestens zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. 



Dean Corl "The Candyman"

Mit seinen beiden Komplizen David Brooks und Elmer Henley folterte und tötete der homosexuelle Sadist zwischen 1971 und 1973 in Houston/Texas mindestens 27 Jungen. 
Die Polizei nahm zunächst an, es handele sich bei den Verschwundenen um Ausreißer. 
Im August 1973 stellte Henley sich, nachdem er Corl nach einem Streit erschossen hatte. 
Henley und Brooks wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. 



Juan Corona

Im Mai 1971 wurden auf einer Farm bei Yuba City/Kalifornien die Leichen von 25 Saisonarbeitern gefunden. 
Die Opfer waren sexuell missbraucht und mit einer Machete und einem Messer zerstückelt worden. 
Es handelte sich um die Tat des homosexuellen Juan Corona. Aufgrund des Gutachtens eines Schriftsachverständigen wurde er 1973 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.



Jeffrey Dahmer

Jeffrey Lionel Dahmer wurde 1960 in Milwaukee geboren und wuchs in Bath/Ohio auf. Bereits in seiner Kindheit fühlte sich Dahmer einsam und verlassen. Sein Vater - ein Chemiker - arbeitete viel und seine Mutter Joyce kümmerte sich ebenfalls nicht um ihn. Die psychisch kranke Frau war zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Auch bevorzugte sie Dahmers jüngeren Bruder. Joyce Dahmer fiel von einer Depression in die nächste. Durch die häufigen Versetzungen des Vaters standen beinahe jährlich Wohnungs- und Ortswechsel für die Familie auf dem Programm. Dahmer hatte somit nie die Möglichkeit, irgendwo einen Ort zu finden, an welchem er Freunde suchen und behalten konnte. Zudem belastete der ständige Streit der Eltern Dahmer. Die Eltern ließen sich früh scheiden und Dahmer wuchs alleine auf. Mit 16 wurde er alkoholabhängig, interessierte sich für Chemie und begann damit Tierkadaver die er auf der Straße fand zu zerstückeln und ihre Haut mit Chemikalien abzulösen. Seinen ersten Mord beging er 1978. Er nahm einen jungen Anhalter mit und tötete ihn, nachdem dieser weiterziehen wollte. Die Leiche bewahrte er über 1 Jahr unversehrt im Keller auf. Seine Tat wurde jedoch damals nicht entdeckt, da er die Leiche später vollends zerstückelte, die Haut mit der Hilfe von Säure auslöste und die Knochen in kleinste Splitter zertrümmerte. Danach vergrub und verstreute er die Überreste im Garten. Jeffrey Dahmers Mordserie wurden am 22. Juli 1991 aufgedeckt. Polizeibeamte durchsuchten seine in Wohnung in Milwaukee, nachdem ein vermeintliches Opfer fliehen konnte und ihn anzeigte. Beweise fand man genug : Bei der Durchsuchung der Wohnung wurde ein menschlicher Kopf im Kühlschrank, abgehackte Hände in einem Kochtopf, 3 Köpfe in einer Gefriertruhe und 5 Totenschädel in einem Regal gefunden. Weiterhin fand man ein Fass, welches mit Chemikalien gefüllt war und die Reste von 3 Körpern barg. Dahmers Sammelleidenschaft rührte daher, dass er, aus den gesammelten und konservierten Knochen und Schädeln, einen Schrein bauen wollte. Insgesamt tötete Dahmer zwischen 1978 und 1991 17 Menschen. Er fand seine Opfer in Homosexuellen Bars oder Saunen. Er sprach sie an und bot ihnen Geld, um für ein paar Fotos zu posieren. Er nahm sie dann mit nach Hause um sie dort mit Bier, welches er mit Schlafmittel versetzt hatte, zu betäuben. Wenn sie eingeschlafen waren wurden sie stranguliert. Später vergewaltigte Dahmer die Leichen und aß Teile davon. Von diesen Aktivitäten schoss er zahlreiche Fotos. Einige seiner Opfer versuchte er zu Zombies zu machen, indem er ihnen mit einer Bohrmaschine ein Loch in den Kopf bohrte und es dann mit Säure füllte. Wenigstens 2 der Opfer waren bei dieser Prozedur noch am Leben. Dahmer wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt und im Gefängnis, im Herbst 1994, von einem Mitgefangenen mit einem Besenstiel erschlagen, während er die Toiletten reinigte.

Literatur:

Don Davies, Jeffrey Dahmer, Heyne, 1991
Brian Masters, Todeskult, Rowohlt, 1993
Robert J. Dvorchak & Lisa Holewa, Wer ist Jeffrey Dahmer, Bastei Lübbe, 1992 



Karl Denke

In Münsterberg/Schlesien wohnte der Junggeselle Karl Denke. Unter den Einwohnern der schlesischen Kleinstadt galt er als gutmütig und mildtätig und wurde im allgemeinen Vater Denke genannt. 
Seine Inhaftierung kurz vor Weihnachten 1924 rief bei zahlreichen Bürgern Empörung hervor. 
Am 21. Dezember erstattete der Landstreicher Vinzenz Olivier Anzeige gegen Denke. Er behauptete, dass Denke ihn mit einer Spitzhacke hätte erschlagen wollen. Denke wurde daraufhin verhaftet. Noch am Abend desselben Tages erhängte er sich mit einem Taschentuch in seiner Zelle. Um festzustellen, ob Denkens Hinterlassenschaft für eine Beerdigung ausreichte, erfolgte am 23 Dezember die Aufnahme des Nachlasses. Die Durchsuchung von Haus und Nebengebäuden förderte einen Holzbottich zutage, der mit 15 eingesalzenen Fleischstücken angefüllt war. Zwei davon stammten von einer stark behaarten Männerbrust, weitere vom Bauch und aus der Gesäßregion. In drei Töpfen mittlerer Größe fand sich, in einer Soße, gekochtes Menschenfleisch. Die Hausdurchsuchung förderte neben weiteren Weichteilstückchen auch 24 Knochen und 351 Zähne menschlicher Herkunft zutage. Von 12 der Toten fand die Polizei sogar noch die Ausweispapiere. Aufschluss über die genaue Zahl der Opfer gaben fünf Notizblätter Denkes, auf denen er die Namen der 31 von ihm getöteten Menschen verzeichnet hatte. Er trug sogar ihr "Schlachtgewicht" in dieses Buch ein. 
Doch das war nicht alles: Denke aß nicht nur seine Opfer sondern er fertigte aus Hautstreifen auch Hosenträger und Schnürsenkel an.

Literatur:

Hans Pfeifer, Der Zwang zur Serie, Militzke Verlag, 1996
Peter Hiess & Christian Lunzer, Jahrhundert-Morde, Edition S - Verlag Österreich, 1994



Albert Henry DeSalvo "The Boston Strangler"

Der "Würger von Boston" gestand 13 Morde an Frauen jeden Alters von 1962 bis 1963 in Boston. 
DeSalvo wurde am 26 November 1973 im Gefängnis erstochen aufgefunden.

Die Opfer DeSalvos:
14.6.1962, Anna Slesers, 55 Jahre
28.6.1962, Mary Mullen, 85 Jahre
30.6.1962, Helen Blake, 65 Jahre
30.6.1962, Nina Nichols, 68 Jahre
19.8.1962, Ida Irga, 75 Jahre
20.8.1962, Jane Sullivan, 67 Jahre
5.12.1962, Sophie Clark, 20 Jahre
30.12.1962, Patricia Bissette, 23 Jahre
9.3.1963, Mary Brown, 69 Jahre
6.5.1963, Beverly Samans, 23 Jahre
8.9.1963, Evelyn Corbin, 58 Jahre
23.11.1963, Joann Graff, 23 Jahre
4.1.1964, Mary Sullivan, 19 Jahre 



Wesley Allan Dodd

Wesley Allan Dodd hatte im September 1989 zwei 10 und 11 Jahre alte Brüder vergewaltigt und erstochen. 
Einen Monat später erwürgte er, nach sexuellen Handlungen und Folterungen, einen 4jährigen Jungen, dessen Leiche er in einem Kleiderschrank aufhängte. 
Der 1990 zum Tode verurteilte bezeichnete sich selbst als unheilbaren und unbelehrbaren Sexualstraftäter, der dem Staat keine andere Möglichkeit lasse, als ihn hinzurichten zu lassen. 
Dodd wurde im Staate Washington hingerichtet. Er entschloss sich, wie sein letztes Opfer zu sterben - durch den Strick. 



Marc Dutroux

Marc Dutroux hatte gestanden, sechs Mädchen entführt zu haben. Die Polizei befreite zwei der Opfer; vier Mädchen wurden tot aufgefunden. Der ehemalige belgische Justizminister Melchior Wathelet hatte den bereits wegen Entführung und Vergewaltigung zu 13 Jahren Haft verurteilten Pädophilen 1992, nach sieben Jahren Haftverbüßung, wegen guter Führung auf freien Fuß gesetzt. Marc Dutroux galt stets als unauffälliger Nachbar. Vor Jahren zog er mit seiner zweiten Frau Michèle Martin aus dem Haus seiner Großmutter in Charleroi nach Sars-la-Buissière. Beide brachten je ein Kind aus ihren ersten Ehen mit, gemeinsam bekamen sie ein drittes. Der als arbeitslos registrierte Kinderschänder Dutroux, der vom belgischen Staat Sozialhilfe in Höhe von umgerechnet rund 1200 Mark monatlich erhielt, besaß acht Häuser in und um Charleroi. Häuser, die er vermutlich mit Geld erwarb, das er aus seinen Geschäften mit Kinderpornographie erhielt. Ein in seinem ganzen Ausmaß noch nicht zu ermessendes Verbrechen kam am 13.8.1996 in Belgien an den Tag, als Dutroux und seine Frau verhaftet wurden. Nach einer Serie unaufgeklärter Kindesentführungen speiste die Polizei die Daten ihrer Klientel in den Computer ein. Der Rechner warf auch den Namen Marc Dutroux aus. Beamte der Gendarmerie Charleroi nahmen den gelernten Elektriker, seine Frau und den gemeinsamen Bekannten Michel Lelièvre fest. Nach sechs Tagen gestand Dutroux. Er gab zunächst zu: Er entführte im Mai zwei Mädchen, die zwölfjährige Sabine Dardenne und die 14jährige Laetitia Delhez. Im Keller seines Hauses hielt er die beiden gefangen, in einem Verlies hinter einem Schrank. Er missbrauchte die Kinder und filmte sie mit seiner Videokamera. Am Wochenende, nachdem die Polizei Sabine und Laetitia befreit hatte, bestätigte Dutroux den zweiten Teil seines Geständnisses. "Hier liegen sie". . Die Beamten schaufelten im Hof des Hauses in Sars-la-Buissière in drei Meter Tiefe drei Plastiksäcke frei. Die toten Mädchen Julie und Melissa, beide acht Jahre alt, waren gefesselt - wie die Leiche von Bernard Weinstein, den der Mörder seinen ehemaligen Komplizen nannte. Julie und Melissa waren verhungert. Sie waren im vergangenen Juni in der Nähe von Lüttich von Bernard Weinstein und Michel Lelievre, zwei Komplizen von Dutroux, entführt worden. Um sich der Mädchen zu entledigen, sperrte er sie in ein Kellerverlies in seinem Haus in Marcinelle. Am 6. Dezember 1995 wurde Dutroux wegen Diebstahls erneut inhaftiert. Die Kinder überließ er dem langsamen Tod. "Ich gab Lelievre Geld, damit er sie füttert." Als Dutroux Anfang April 1996 aus der Haft entlassen wurde, war eins der Mädchen schon tot. Die andere starb in meinen Armen", behauptet er. In Sars-la-Buissière wurde auch die Leiche des Franzosen Bernard Weinstein ausgegraben. Dutroux hatte seinem Komplizen Drogen und Schlaftabletten verabreicht und ihn dann lebendig begraben. Angeblich wollte der französische Verbrecher die Führung des Kinderprostituierten-Ringes übernehmen, den Dutroux bis dahin dirigierte. 



Donald Leroy Evans

Im Sommer 1991 wurde in Gulfport, Lousiana, der Mörder der 10jährigen Beatrice Louise Routh gefasst. 
Das Opfer war vergewaltigt und erwürgt worden. 
Donald Leroy Evans aus Galveston/Texas gestand den Ermittlern, dass er seit 1977 in zwanzig Staaten über 60 Morde begangen hätte. 
Es konnten ihm jedoch insgesamt nur 2 Morde nachgewiesen werden, da die Suche nach den Leichen, welche er da und dort vergraben haben will, ergebnislos verlief. 
Für den Mord an dem 10jährigen Mädchen wurde er 1993 zum Tode verurteilt. 
Im Juli 1995 wurde Evans für einen weiteren Mord an Ira Jean Smith - welchen er 1985 begangen hatte - in Fort Lauderdale/Florida zu lebenslanger Haft verurteilt. 
Am 5.1.1999 wurde der 41jährige Evans in der Dusche von einem Mithäftling erstochen. 
Die Akten wurden durch seinen gewaltsamen Tod geschlossen. 



Larry Eyler

Der homosexueller Serienmörder Larry Eyler wurde 1983 auf frischer Tat ertappt, als eines seiner Opfer entkam. 
Die Polizisten die sein Fahrzeug - in dem sie zahlreiche Hinweise auf andere Morde entdeckten - durchsuchten, hatten jedoch vergessen sich einen Durchsuchungsbefehl ausstellen zu lassen. Durch diesen Fehler durfte die Staatsanwaltschaft diese Indizien vor Gericht nicht verwenden. Eyler musste daraufhin freigelassen werden. 
Auf freiem Fuß tötete er erneut, insgesamt 23 Männer in Indiana und Illinois. 
Seine Opfer waren größtenteils Homosexuelle. Sie wurden von ihm gefoltert und zerstückelt. 
Eyler wurde im August 1984 in Chicago verhaftet und am 9 Juli 1986 zum Tode verurteilt. 
Er starb im Gefängnis am 6 März 1994 an Aids. 
Auf dem Sterbebett gestand er 20 Morde, wovon er einige mit einem Komplizen begangen haben will.



Albert Fish

Albert Howard Fish wurde 1870 geboren. Er verlor seinen Vater als er 5 Jahre alt war. Seine Mutter begann daraufhin zu arbeiten, um die 12 Kinder der Familie zu ernähren. Albert wurde in das Waisenhaus St. Johns Refuge gesteckt, wo er sich sehr schnell zu einem schwierigen und nervösen Kind entwickelte. Im Waisenhaus wurde Fish von der Leiterin oft bestraft. Er bekam Schläge auf seinen nackten Hintern. Fish empfand daran ein so großes Vergnügen, dass er sich darum riss, so oft wie nur möglich bestraft zu werden. Die übrigen Waisenkinder machten sich über Fish lustig, weil die Prügel bei ihm eine Erektion verursachten. Er machte im Heim bald Bekanntschaft mit der Masturbation und anderen, weitaus perverseren Spielen. Einmal tränkte er den Schwanz eines Pferdes mit Benzin und zündete ihn an. Dieser Vorfall prägte sich dem Knaben tief ein, und als er das Waisenhaus verließ, war sein Weg in den Sadomasochismus vorgezeichnet.  "Ich hatte immer große Lust, anderen Schmerzen zuzufügen und mich von anderen quälen zu lassen. Mein ganzes Leben lang habe ich alles gemocht, was weh tut" Die spektakulärste seiner Perversionen bestand darin, Segelnadeln in verschiedene Körperteile hineinzustecken, besonders in die Gegend des Beckens und der Geschlechtsorgane. Nach seiner Verhaftung am 28.12.1934 brachte eine Röntgenuntersuchung 27 Nadeln zum Vorschein. Wie ein Psychiater später ermittelte hatten sieben Mitglieder der Familie Fish psychische Krankheiten. 2 seiner Onkel starben in psychiatrischen Anstalten. Seine Mutter hörte Stimmen auf der Straße und hatte visuelle Halluzinationen. Einer seiner jüngeren Brüder galt als geistesschwach und starb an einem Wasserkopf. Ein anderer Bruder war Alkoholiker, eine seiner Schwestern dämmerte im Wahnsinn. Durch die Erzählungen seines Bruders wurde Fishs Interesse am Kannibalismus geweckt. Daraufhin begann er Informationen zu diesem Thema zu sammeln. In dieser Sammlung befanden sich unter anderem Presseausschnitte über Fritz Haarmann. Das später erstellte psychiatrische Gutachten zählte folgende sexuellen Perversionen auf : Sadismus, Masochismus, aktive und passive Flagellation, Selbstkastrierung und Kastrierung anderer, Exhibitionismus, Voyeurismus, Nadelstechen, Pädophilie, Homosexualität, Koprophagie, Urintrinken, Fetischismus, Kannibalismus und Hyperhedonie. 1882 lernte Fish einen jungen Mann kennen. Sie gingen eine homosexuelle Beziehung ein. Sein Geliebter führte ihn in abartige Praktiken ein, ließ ihn seinen Urin trinken oder seine Exkremente essen. 1898 heiratete Fish eine junge Frau von 19 Jahren, die ihm sechs Kinder gebar und ihn nach 20 Ehejahren verließ. Er machte sich aber nicht die Mühe sich scheiden zu lassen und heiratete noch weitere dreimal. Seinen ersten Mord beging Fish 1910 in Wilmington, wo er einen Homosexuellen tötete. 1922 wurde Albert Fish im Alter von 52 Jahren von religiösen Halluzinationen heimgesucht. Manchmal heulte er auf Spaziergängen " Ich bin der Heiland ". Albert Fish wurde zwischen 1902 und 1923 achtmal von der Polizei verhaftet. Das erste mal wegen eines Betrugsversuches. Ein anderes mal, weil er in die Kasse eines Ladens gegriffen hatte, in dem er arbeitete. Für ungedeckte Schecks wurde er auf Bewährung verurteilt. Seine rasende Leidenschaft für obszöne Briefe brachte ihm eine Verurteilung zu neunzig Tagen Gefängnis ein. Er kommt auch dreimal in psychiatrische Anstalten; zum letzten mal 1930. Er wurde jedoch wieder freigelassen. Die Diagnose lautete: Er ist weder verrückt noch gefährlich; er hat eine psychopathische Persönlichkeit sexuellen Charakters. Überführt wurde er wegen des Mordes an der 10jährigen Grace Budd, die er 1928 entführte und tötete. Die Fahndung dauerte sechs Jahre und wurde ausgelöst durch einen Brief, den er 1934 an ihre Mutter schrieb. In diesem Brief erklärt er seine Vorliebe für Menschenfleisch und beschreibt das Töten und Verzehren der Tochter. Die Gesamtanzahl seiner Opfer ist unklar. Die Schätzungen liegen zwischen sechzehn und mehreren Hundert. Der größte Teil der Opfer stammte aus den untersten Schichten der Bevölkerung. Er lockte vorwiegend schwarze Kinder in Kellerräume, in denen er Malerarbeiten durchführte. Die Kinder wurden gefesselt, vergewaltigt und geschlagen. Er quälte sie oft tagelang bevor er sie tötete, ihre Leichen zerstückelte und das Fleisch verzehrte. Er reiste von New York bis Montana durch dreiundzwanzig verschiedene Staaten. Allein in New York hatte er mindestens fünf Morde begangen. Am 11.3.1935 begann der Prozess gegen den 65jährigen Albert Fish in Westchester. Er wurde am 22.3 trotz der offenkundigen Beweise seines Wahnsinns zum Tode verurteilt. Seine Reaktion entspricht seiner Persönlichkeit: "Welche Freude wird es für mich sein, auf dem elektrischen Stuhl zu sterben. Der allergrößte Schauer wird mich überkommen. Der einzige, den ich noch nicht ausgekostet habe. Aber es ist kein gutes Urteil. Sie wissen, dass ich geistig nicht gesund bin. Und was werden meine armen Kinder tun, wenn ich sie nicht mehr führen kann ? ". Am 16.1.1936 kam Albert Fish auf den elektrischen Stuhl. Der erste Stromschlag reichte jedoch nicht aus: Die 27 Metallnadeln, die er in seinem Körper hatte, sollen einen kleinen Kurzschluss verursacht haben. Erst die zweite Ladung beförderte Fish dann in die andere Welt. Er nahm ein Geheimnis mit sich: Wie viele Opfer hatte er wirklich umgebracht ??? 



John Wayne Gacy "Pogo the Clown"

Gacy vergewaltigte, folterte und tötete 33 Jugendliche in seinem Haus in Des Plaines, einem Vorort von Chicago. 
Gacy brachte seine Opfer mehrfach an den Rand des Todes, zögerte aber den Mord hinaus, um sich an ihren Qualen während der Vergewaltigung zu weiden. Er vergrub die Leichen unter seinem Haus, in der Garage und im Garten oder warf sie in einen naheliegenden Fluss. 
Trotz des Übelkeit erregenden Verwesungsgeruchs im Haus schien sich weder seine Frau, noch die Nachbarn Gedanken zu machen. Gacy war bei seiner Verhaftung ein untersetzter Mann von 36 Jahren mit Doppelkinn und Schnauzer. Sein Bauunternehmen, das sich auf Innenarchitektur und Reparaturarbeiten spezialisiert hatte, genoss einen guten Ruf. Auch als Lokalpolitiker hatte sich Gacy schon versucht. Er hatte sogar einen Umzug mit Rosalynn Carter, der damaligen First Lady, veranstaltet. 
Bei Wohltätigkeitsveranstaltungen hatte er gerne für die Kinder den Clown gespielt. Der Sohn von Einwandern ( seine Eltern stammten aus Polen und Dänemark ) wuchs in einem Haus auf, in dem streng auf Disziplin geachtet wurde. Sein Vater war Alkoholiker und terrorisierte oft die ganze Familie. 
1968 war Gacy in Iowa wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Aufgrund guter Führung hatte man ihn jedoch schon nach zwei Jahren auf Bewährung entlassen. 
Mitte 1972 war er wegen Körperverletzung vorübergehend im Gefängnis. Er hatte einen jungen Mann verprügelt. Das Verfahren verlief jedoch im Sand, weil dieser nicht vor Gericht erschien. Gacy wurde daraufhin wieder freigelassen. 
Angefangen hatte die Mordserie Gacys im Januar 1972. 
Als im Februar 1976 seine zweite Frau mit der Familie auszog, eskalierten die Morde. Jeden Monat brachte Gacy im Schnitt einen Mann um. 
Am 11 Dezember 1978 wurde der fünfzehnjährige Robert Piest als vermisst gemeldet. Piest wollte zu dem Bauunternehmer Gacy, der ihn einen Job in Aussicht gestellt hatte. Gacy stritt ab, Piest je getroffen zu haben. 
Die Polizei ließ Gacy jedoch offen beschatten, vernahm seine Freunde, Geschäftspartner und Bekannten und durchsuchte schließlich Gacys Haus. Gacy gestand daraufhin, dass unter dem Betonboden der Garage die Leiche eines homosexuellen Freundes lag. 
Er hätte ihn 1972 in Notwehr getötet und später dort vergraben. Im Haus selbst wurden unter einer Falltür ein Hohlraum entdeckt, in dem 3 halb verweste Leichen und Körperbestandteile anderer Toter lagen. 
Gacy gestand daraufhin den Mord an Piest und weiteren Männern. 29 Leichen hatte er unter seinem Haus verscharrt und mit Beton übergroßen. 
Insgesamt wurden 33 Opfer gefunden, 4 weitere hatte Gacy in den Fluss Des Plaines River geworfen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Gacy noch weitere Morde beging, während er sich auf Dienstreisen durch die USA befand. 
Im Gefängnis deutete er solche Morde an, gestand sie jedoch nicht, um der Todesstrafe zu entgehen. 
Vor Gericht versuchten Gacys Anwälte eine schlimme Form der Persönlichkeitsspaltung geltend zu machen. Nicht Gacy hätte die Morde begangen sondern sein zweites Ich. Im Gegenzug belegte die Staatsanwaltschaft, mit welch ausgetüftelten Methoden er seine Opfer angelockt, überwältigt, getötet und beseitigt hatte. 
Nach dem Prozess von sechs Wochen Dauer sprachen die Geschworenen Gacy des 33fachen Mordes für schuldig. 
Er wurde zum Tode verurteilt. In der Todeszelle malte Gacy verschiedene Bilder, welche nach seiner Hinrichtung zu Höchstpreisen verkauft wurden. 
John Wayne Gacy wurde am 10 Mai 1994 in Joliet/Illinois durch eine Giftinjektion hingerichtet.

John Wayne Gacy zu seinen Morden :



Gerald Armand Jr. & Charlene Gallego-Williams

1955 wurde Gerald Gallegos Vater in Mississippi hingerichtet. Er hatte zwei Polizisten ermordet. 
Sein Sohn entwickelte sich ähnlich: Als 13jähriger wurde er wegen der Vergewaltigung eines 6jährigen Mädchens verhaftet. 
Jahre später dafür, dass er mit seiner eigenen Tochter schlief. 
Gallego heiratete mehrmals, auch  Charlene Williams verfiel seinem Charme. Das Ehepaar tötete zwischen 1979 und 1981 in Kalifornien 10 Menschen. 
Gerald Gallego benutzte seine Frau als Lockmittel: Charlene sprach Tramperinnen an, in ihrem Lieferwagen mitzufahren, wo Gerald sie vergewaltigte und danach tötete. 
Charlene Gallego trat später als Kronzeugin gegen ihren Mann auf und dieser wurde 1984 für die im April 1980 begangenen Morde an Karen Twiggs und Stacey Redican zum Tode verurteilt. 
Charlene Gallego selbst erhielt eine langjährige Haftstrafe. 
Erst am 20 November 1999 fand ein Farmer bei Reno die skelettierten Leichen der 14jährigen Brenda Lynne Judd und die der 13jährigen Sandra Kaye Colley. Sie waren 1979 von Gallego ermordet worden.



Luis Alfredo Garavito Cubillos "El Loco" 

Der 42jährige Luis Alfredo Garavito ist vermutlich einer der schlimmsten Serienmörder aller Zeiten. 
Garavito war nach 18monatigen Ermittlungen wegen des Verschwindens von Kindern in elf kolumbianischen Staaten im April festgenommen worden. Er gestand im November 1999 die Ermordung von 140 Kindern alleine in Kolumbien. 
Die Morde sollen sich in einem Zeitraum von fünf Jahren zugetragen haben. Die meisten Morde wurden im westkolumbischen Staat Risaralda verübt. Dort wurden 41 Leichen gefunden, im benachbarten Valle de Cauca weitere 27. 
In einer Schlucht in der Stadt Pereira wurden weitere 25 Leichen aufgefunden. Insgesamt sind bislang  über 110 Leichen entdeckt worden. 
Die meisten der Opfer sollen Straßenkinder gewesen sein. Ihre Leichen wurden mit durchschnittenen Kehlen und teilweise zerstückelt gefunden. 
Garavito soll sich in 59 Städten als Straßenhändler, Bettler, Mönch und Behinderter ausgegeben haben, um das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Er lockte die Kinder, meist Jungen zwischen 8 und 16 Jahren, mit kleinen Geschenken wie z.B. Süßigkeiten, schlug und vergewaltigte sie, schnitt ihnen dann die Kehle durch. 
Als das älteste von sieben Kindern wuchs Garavito seinen Angaben zufolge in einer Atmosphäre der Gewalt auf. Er sei von seinem Vater wiederholt geschlagen und misshandelt worden. Zwei Nachbarn hätten ihn außerdem vergewaltigt. 
Er sei mit 16 Jahren von zu Hause weggelaufen und hätte zunächst in einem Lagerhaus, danach als Straßenverkäufer gearbeitet. Er sei später wegen Alkoholismus und seelischen Erkrankungen behandelt worden, da er als selbstmordgefährdet galt.

Die Ermittlungen dauern noch an. Garavito verbrachte den Angaben zufolge auch einige Zeit im Nachbarland Ecuador. Nun ermittelt die Polizei, ob es dort ähnliche Fälle gegeben hat. In Kolumbien gibt es keine Todesstrafe, so dass Garavito im Falle einer Verurteilung mindestens 30 Jahre Haft drohen. Am 17. Dezember 1999 wurde der kolumbianische Serienkiller in einem ersten Urteil zu 52 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das  Urteil bezog sich nur auf die Ermordung eines 11jährigen Jungen.



Ed Gein

Am 16.11.1957 wurde der Junggeselle Ed Gein unter Mordverdacht festgenommen. 
Der nekrophile und kannibalische Mörder von mindestens 2 Frauen war besessen von der Erinnerung an seine besitzergreifende Mutter. Damals, in den Fünfzigern, hatte Edward Gein abgeschieden in einem Dorf namens Plainsfield/Wisconsin gelebt. Er war einer von insgesamt 642 Einwohnern. 
Gein hatte seine kriminelle Laufbahn als Grabräuber begonnen. Zwischen 1954 und 1957 grub er in der Umgebung von Plainsfield zahlreiche Frauenleichen aus. 
Weiterhin ermordete er wenigsten 2 Frauen, deren Leichen er ebenfalls zerstückelte. 
Sein besonderes Interesse galt der Haut der Leichen, die er ablöste, gerbte und verschiedene Gegenstände daraus fertigte. In Geins Haus fand man z.B. Armbänder aus Menschenhaut, vier Rohrstühle, deren Sitzflächen aus Streifen menschlicher Haut gefertigt waren, neun Totenmasken - die gepresste Haut von Frauengesichtern - in Augenhöhe an den Wänden angebracht, zehn über den Augenbrauen abgesägte Frauenköpfe usw. Insgesamt fand die Polizei Teile von 15 Leichen. 
Gein wurde des Mordes an zwei älteren Frauen angeklagt, obwohl ihm wahrscheinlich mehr Frauen zum Opfer gefallen sind. 
Im Januar 1958 wurde er für geisteskrank erklärt, und den Rest seines Lebens verbrachte er im Central State Hospital in Waupum und im Mendota Mental Health Institute, wo er sich stets als mustergültiger Gefangener gab. 
1984 starb Gein 77jährig in der Geriatrischen Abteilung von Mendota. 



Harvey Murray Glattman

Der Mörder Harvey Murray Glattman war seiner Zeit voraus. 
Per Zeitungsannoncen bot er Frauen Jobs als Models an. Er suchte keine professionellen Fotomodelle, sondern talentierte Anfängerrinnen, die er gut bezahlen wollte. Als sich junge Frauen bei ihm einfanden, stellte er ihnen ein zusätzliches Honorar in Aussicht, wenn sie sich für gewagte Aufnahmen zur Verfügung stellen würden. 
Diejenigen, die dazu bereit waren, ließen sich dazu überreden, ihm in eine abgeschiedene Wohnung zu folgen. Dort bat er sie darum, nach und nach sämtliche Hüllen vor der Kamera fallen zu lassen. Glattman konnte davon ausgehen, dass sie niemanden etwas von ihrem Vorhaben gesagt hatten und folglich nicht so schnell vermisst würden. Anscheinend redete er sich ein, wer sich vor einem Fremden ausziehe, fordere ihn zur Vergewaltigung geradezu heraus. Er verging sich an den Frauen. 
Damit sie ihn nicht anzeigen konnten, ermordete er sie danach. 
Ende Juli 1957 antwortete die 19jährige Judy Dull auf eine seiner Anzeigen. Er erklärte ihr, dass er Bilder für ein Magazin machen wollte, welches Bilder über gefesselte Frauen benötigte. Dafür sollte sie 50 Dollar erhalten. 
Am 1 August kam Dull zu ihm nach Hause. Dort vergewaltigte er sie mehrmals. Danach fuhr er in eine einsame Wüstengegend nahe der Stadt Indio, 125 Meilen östlich von Los Angeles. Dort photographierte er die schluchzende Frau in ihre Unterwäsche, strangulierte sie mit einem Seil und vergrub ihre Leiche. 
Glattman fand sein zweites Opfer, Shirley Bridgeford, im März 1958. Er fuhr mit ihr in die Wüste östlich von San Diego. Nachdem er sie gefesselt hatte erwürgte er sie mit einem Strick und ließ ihre Leiche neben einem Kaktus liegen. 
Am 23 Juli traf Glattman Ruth Mercado, eine nebenberufliche Stripteasetänzerin. Er vergewaltigte sie mehrmals, danach fuhr er sie in die Wüste und strangulierte sie. 
Die 28jährige Loraine Vigil befand sich in Glattmans Wagen, in der Nähe des Santa Ana Freeway, als er seine Pistole zog und sie aufforderte sich zu entkleiden. Als sie sich wehrte, schoss Glattman ihr in den Oberschenkel. Sie konnte jedoch in einem Handgemenge die Pistole an sich nehmen und hielt Glattman solange in Schach bis zufällig ein Polizist vorbeifuhr. 
Glattman wurde daraufhin verhaftet und packte aus. Er wurde in einem dreitägigen Prozess für schuldig befunden und am 18 September 1957 in der Gaskammer von San Quentin hingerichtet. 
Sein Kommentar zum Todesurteil lautete : "It´s better this way".  
Glattman war schon deswegen "sehr modern", weil private Zeitungsinserate in den fünfziger Jahren etwas Neuartiges darstellten. Im Fall Glattman waren die Annoncen eine logische Folge seiner in fünfzehn Jahren gehegte Phantasie. Kontinuierlich hatte sich die Gewalt gesteigert. Angefangen hatte er mit kindlichen Sexexperimenten, war zu plumpen Anmachversuchen übergegangen, hatte dann Frauen sexuell belästigt, und machte schließlich auch vor Vergewaltigung und Mord nicht mehr halt.

Der Fall Glattman diente als Vorlage zweier Kriminalautoren: Mary Higgins Clark: Schwesterlein komm tanz mit mir, und Joseph Wambaugh: Der Tod im Zwiebelfeld.



Belle Gunness "The Black Widow"

Die "schwarze Witwe", welche Anfang des Jahrhunderts ihr Unwesen trieb, fand ihre Opfer durch Kontaktanzeigen. 
Belle Gunness wurde 1881 in einem kleinen Fischerdorf in Norwegen als Brynhild Storset geboren. Nachdem sie nach Amerika übersiedelte, versuchte sie durch Kontaktanzeigen heiratswillige Männer kennen zulernen. 
Wenn sie sich verlobt hatte und das Vermögen der Männer überschrieben war, tötete Gunness ihre Verlobten. 
Weitere Opfer fand sie unter den Männern, welche auf ihrer Farm in Indiana arbeiteten. Sie setzte alle ihre Opfer unter Drogen oder Alkohol, strangulierte oder schlug mit einem Beil auf sie ein, währen sie schliefen. Danach zerstückelte sie die Leichen und verfütterte die Überreste an ihre Schweine. 
Manche der Leichen vergrub sie aber auch, nachdem sie Ätzkalk auf sie geschüttet hatte um eine Identifizierung unmöglich zu machen. 
Nach einem Brand in ihrem Haus im April 1908 fand man einen Leichnam, der für den von Belle Gunness gehalten wurde. 
Ihr vermeintlicher Tod konnte jedoch nie restlos aufgeklärt werden, da der Leiche der Kopf fehlte. Weiterhin fand man auf dem Grundstück die Leichen ihrer 3 Kinder vergraben. 
Belle Gunness soll zwischen 13 und 28 Männer umgebracht haben.

Fritz Haarmann & Hans Grans

1924 erregte ein Kriminalfall in Hannover großes Aufsehen in der deutschen Öffentlichkeit. Spielende Kinder entdeckten am 17.5.1924 in der Leine einen menschlichen Schädel. Drei Tage später folgte ein ebensolcher Fund an gleicher Stelle. 2 weitere Schädel wurden am 13 Juni aus der Leine geborgen. 
Der Verdacht richtete sich sogleich gegen Friedrich Haarmann, den man schon einige Jahre zuvor verschiedentlich mit dem Verschwinden junger Männer in Zusammenhang gebracht hatte. Die vorgenommene Durchsuchung seiner Wohnung, einer Dachkammer im Haus Rote Reihe 2 in der Altstadt von Hannover, brachte die Ermittlungen jedoch kaum voran. Es wurden nur einige Bekleidungsstücke und etwas Wäsche - anscheinend von jungen Leuten - gefunden. 
Da Haarmann zusammen mit seinem Komplizen Grans Altwarenhandel betrieb, reichten die sichergestellten Sachen allein nicht aus, beide des Mordes zu überführen. 
Deshalb ließ die Polizei in der Presse eine Aufforderung an die Bevölkerung veröffentlichen, die Schädel aus der Leine und die beschlagnahmte Kleidung zu besichtigen sowie jegliche von Haarmann oder Grans gekaufte Garderobe vorzulegen. Außerdem verhörte die Polizei nach und nach zahlreiche Personen aus dem Bekanntenkreis Haarmanns. 
So waren auch am 1. Juli wiederum gleich mehrere Zeugen zur Vernehmung geladen worden. Der Zufall wollte es, dass im Polizeipräsidium die Mutter des seit April 1924 vermissten 18jährigen Lehrlings Robert Witzel mit Haarmanns letzter Wirtin, einer Frau Engel, und deren Stiefsohn zusammentraf. Frau Witzel erkannte in dem Anzug, den der junge Mann trug, mit Bestimmtheit die Bekleidung ihres Sohnes wieder. Auf Befragen gab Frau Engel an, den Anzug von Haarmann gekauft zu haben. Als dem Beschuldigten diese Tatsache vorgehalten wurde, brach er zusammen und gestand die Tötung Witzels und weiterer junger Männer ein. 
Im Juli nahm die Polizei eine systematische Suche nach den Überresten der Opfer Haarmanns auf. Er hatte angegeben, die meisten der Getöteten zerstückelt und in die Leine geworfen zu haben. Bei der Suchaktion konnten insgesamt 285 Knochen aus dem Flussbett geborgen werden. Die Untersuchung der Skeletteile ergab, dass sich darunter 22 rechtsseitige Oberschenkelknochen befanden. Sämtliche Knochen stammten, soweit beurteilbar, von jungen Männern. 
Wie sich später herausstellte, war das jüngste Opfer Haarmanns 10 und das älteste 22 Jahre alt. 
Das Bekannt werden des Massenmordes gab zu manchen ungeheuerlichen Spekulationen Anlass. Insbesondere ein Gerücht bewegte lange Zeit die Gemüter. Es unterlag keinem Zweifel, dass Haarmann einen gutgehenden Handel mit billigem Fleisch betrieb. Der Beweis für einen Verkauf von Fleisch seiner Opfer zum menschlichen Verzehr konnte aber nicht erbracht werden. Andererseits ließ sich seine Bezugsquelle ebenso wenig ermitteln. 
Das psychiatrische Gutachten, das die Frage der Zurechnungsfähigkeit von Haarmann klären sollte, wurde bei Professor Dr. Ernst Schultze in Auftrag gegeben. Im August 1924 begannen die sechswöchigen Untersuchungen in der Proviz-, Heil- und Pflegeanstalt von Göttingen. Haarmann wurde von Schultze am 1. Oktober 1924 für zurechnungsfähig erklärt. 
Der Prozess gegen Haarmann und Grans fand vom 4 bis 19 Dezember 1924 vor dem Landgericht Hannover statt. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Mordes in siebenundzwanzig Fällen. Das Gericht gelangte aufgrund der im Prozess vorgelegten Beweismittel zu der Auffassung, dass Haarmann zwischen September 1918 und Juni 1924 mindestens vierundzwanzig Morde begangen hat. 
Unklar blieb, auf welche Weise er seine Opfer tötete. Haarmann machte dazu unterschiedliche Aussagen. Zuerst konnte er sich angeblich nicht erinnern, während er später behauptete, er habe seinen Opfern "die Kehle durchgebissen". Wo das misslang, habe er sie erwürgt. 
Merklich erfreute er sich während der Verhandlung seiner zweifelhaften Berühmtheit. Am 19 Dezember 1924 ging das makabre Schauspiel zu Ende. Das Gericht verurteilte Haarmann wegen Mordes in vierundzwanzig Fällen vierundzwanzigmal zum Tode. Wegen Anstiftung und Beihilfe zum Mord erhielt Hans Grans ebenfalls die Todesstrafe, später umgewandelt in eine lebenslängliche Zuchthausstrafe. 
Im Gefängnishof des Landgerichts Hannover wurde Fritz Haarmann am 15. April 1925 um 6 Uhr enthauptet. Ein Fallbeil trennte den Kopf vom Körper. Zu Forschungszwecken wurde dieser aufgehoben. Zur Zeit befindet sich der eingelegte Kopf in Göttingen. Vier Hirnschnitte davon befinden sich in München. 
Wie kaum ein Täter seiner Zeit war Haarmann sich seiner Vermarktbarkeit bewusst: "Wenn ich so gestorben wäre, dann wäre ich beerdigt worden und keiner hätte mich gekannt, so aber - Amerika, China, Japan und die Türkei, alles kennt mich." Er wollte auf dem Klages-Markt hingerichtet werden, vor laufenden Kameras, "dann sehen doch alle Leute, dass ich tot bin - in Amerika - da bin ich auch im Kino - ich bin doch ganz berühmt". Und einen Roman wollte er vorher noch schreiben,  "Ja, das mache ich, den verkaufen wir, wir verdienen viel Geld damit, da werden wir Millionär". Vom Erlös soll ein Denkmal errichtet werden. "Das ist eine Sehenswürdigkeit noch in 1000 Jahren, da kommen sie alle und sehen sich das noch an ". 



John George Haigh

Der englische Säurebad-Mörder war für mindestens 6 Morde in den vierziger Jahren verantwortlich. Er selbst gestand weitere 3 Morde, welche jedoch nie aufgeklärt werden konnten, da keine Leichen gefunden wurden. 
Haigh ermordete wohlhabende Männer und Frauen und eignete sich deren Vermögen an. Die Leichen löste er in einem Schwefelfass auf. 
Um auf Unzurechnungsfähigkeit zu plädieren gestand er, dass Blut seiner Opfer getrunken zu haben. 
Haigh wurde am 6 August 1949 am Galgen hingerichtet.

Literatur:

Stephane Bourgoin, Serienmörder, Rowohlt, 1995
Christian Heermann, Der Würger von Notting Hill, Das Neue Berlin, 1999 


Robert Hansen

Die Mordserie in Anchorage/Alaska hatte etwa um 1980 begonnen. Als am 13.06.1983 eine 17jährige Prostituiert ihrem Peiniger entkam, berichtete sie der Polizei, dass sie von einem rothaarigen, pockennarbigen Mann mit Handschellen gefesselt und mit einer Waffe gezwungen wurde mit zu seinem Haus zu fahren. 
Dort musste sie sich ausziehen und wurde mehrmals vergewaltigt. Der Täter fügte ihr unerträgliche Schmerzen zu indem er sie in die Brustwarzen biss und ihr einen Hammer in die Vagina rammte. Während sie an einem Pfahl im Keller gefesselt war schlief er für mehrere Stunden. Als er wach wurde sagte er ihr, dass er sie möge und dass sie beide mit seinem Privatflugzeug in die Wälder fliegen würden wo sie zum letzten mal Sex haben sollten. Danach wolle er sie wieder zurück bringen. 
Am Flughafen konnte sie entkommen als der Mann gerade dabei war Proviant zu laden. Sie traf auf einen Polizisten und konnte eine Beschreibung geben die auf Robert Hansen deutete. 
Hansen war Mitte 40, in Iowa geboren und lebte schon seit 17 Jahren in Anchorage. Dort war er Eigentümer einer gutgehenden Bäckerei. Er war weiterhin verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. 
Als Hansen mit den Vorwürfen konfrontiert wurde reagierte er heftig und behauptete er hätte die Frau nie gesehen und sie wolle ihn wohl nur erpressen. Er meinte man könne eine Prostituierte wohl kaum vergewaltigen. Außerdem könne er ein Alibi vorweisen: Er hätte mit zwei Geschäftspartnern zu Hause gegessen. Dieses Alibi wurde von beiden auch bestätigt. 
Da die Polizei nur die Aussage der Frau hatte kam es weder zur Verhaftung noch zu einer Anklage. Der Verdacht gegenüber Hansen blieb jedoch. 
Bereits 1980 fanden Bauarbeiter bei Arbeiten in der Eklutna-Road Reste einer Frauenleiche. Ihr Leichnam war teilweise von Bären gefressen worden aber man konnte noch erkennen, dass sie erstochen worden war. Da das Opfer nie identifiziert werden konnte ging sie als "Eklutna-Annie" in die Akten ein. 
Später im selben Jahr wurde die Leiche von Joanne Messina in einer Kiesgrube bei Seward entdeckt. 
Im September 1982 fanden Jäger die Überreste der 23jährigen Sherry Morrow am Knik River. Sie arbeitete als Stripperin und galt seit  November 1981 als vermisst. Die Obduktion ergab, dass sie durch 3 Schüsse getötet worden war. Die Patronenhülsen am Tatort bewiesen weiterhin, dass sie mit einem besonders leistungsfähigem Jagdgewehr erschossen wurde. Des weiteren war auffällig, dass die Kleidung der Toten keinerlei Einschusslöcher aufwies, was darauf deutete, dass sie bei der Erschießung nackt gewesen war. 
Fast genau ein Jahr später wurde am Knik River eine weitere Leiche gefunden. Es war die der Paula Golding, einer arbeitslose Sekretärin, welche aus Verzweiflung und Geldnot in einer Oben-ohne Bar arbeitete. Sie galt seit April als vermisst und war ebenfalls mit einem Jagdgewehr - einer Ruger Mini - erschossen worden. 
Dies war ungefähr die Zeit, in welcher  die 17jährige Prostituierte entführt worden war. Die Alaska State Trooper beschlossen daraufhin sich Robert Hansen genauer anzusehen. 
John Douglas, der Spezialist vom F.B.I. für Psychologische Profile, wurde hinzugezogen und erstellte (ohne Hansen zu kennen) ein Profil welches ziemlich genau auf ihn zutraf. Daraufhin wurden die Opfer wurden genauer unter die Lupe genommen. 
Man stellte fest, dass es sich ausnahmslos um Prostituierte und Stripperinnen handelte, welche nicht sofort von jemandem vermisst wurden und deren Verschwinden meist erst mit dem Fund der Leiche bemerkt wurde. Da alle Opfer im Wald gefunden wurden und mit einem Jagdgewehr erschossen worden waren, kam die Vermutung auf, dass der begeisterte Jäger Robert Hansen dazu übergegangen war Menschen zu jagen. 
Es gab allerdings immer noch das Alibi von Hansen. Als aber die beiden Geschäftsleute noch einmal befragt wurden und erfuhren, dass Hansen unter Mordverdacht stand, gaben sie zu am besagten Abend nicht bei Hansen gewesen zu sein. 
Hansen wurde wegen Entführung und Vergewaltigung verhaftet und sein Haus durchsucht. Es wurde sowohl die Tatwaffe sichergestellt, als auch diverser Schmuck, welcher den Opfern gehörte. Weiterhin stieß man auf einen Führerschein und Ausweispapiere einer der Toten sowie auf eine Flugkarte auf welcher die "Ablageorte" der Leichen eingezeichnet waren. 
Als man Hansen mit der erdrückenden Beweislast und der Aussicht auf die Todesstrafe konfrontierte, gestand er insgesamt 17 Prostituierte ermordet zu haben. 
Er hatte jedoch weit mehr Frauen in die Wildnis entführt und dort vergewaltigt. Hin und wieder ließ er ein Opfer wieder frei wenn sie bei der Fellatio besonders talentiert gewesen war. War die nicht der Fall, mussten sich die Frauen ausziehen. Hansen gab ihnen einen kleinen Vorsprung und veranstaltetet seine persönliche "Jagd". 
Am 27.02.1984 wurde Robert Hansen wegen 4fachen Mordes, einer Vergewaltigung, einer Entführung sowie verschiedene Diebstählen und Verstößen gegen das Waffengesetz zu 499 Jahren Gefängnis verurteilt. 



Charles Hatcher

In einem Zeitraum von fast 25 Jahren brachte dieser Psychopath 16 Menschen in Iowa, Nebraska und Missouri um. 
Sehr geschickt darin, falsche Spuren zu legen, gelang es ihm sogar, einen Unschuldigen an seiner Stelle verurteilen zu lassen. Hatcher wurde am 3.8.1982 schließlich doch gefasst. Nachdem er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, erhängte er sich am 7.12.1982 in seiner Zelle. 



Gary Michael Heidnik

Gary Heidnik war 2 Jahre alt, als sich seine Eltern scheiden ließen. Er lebte kurze Zeit bei seiner Mutter - einer Alkoholikerin - zog jedoch später mit seinem Bruder zusammen zu seinem Vater. 
Gary Heidnik war sehr intelligent. Er hatte einen IQ von 145. Im Oktober 1961 musste er jedoch das Gymnasium verlassen und ging zur Armee. Dort wurde er 1962 wegen psychischen Problemen entlassen und erhielt eine monatliche Pension von 1.355 Dollar. 
Nachdem Heidnik wegen psychischer Probleme mehrmals in Anstalten eingewiesen wurde, gründete er 1971 seine eigene Kirche. Er nannte sie United Church of the Ministres of God. Der Zulauf war jedoch mehr als dürftig. Sie hatte am Anfang nur 8 Mitglieder und kam kaum darüber hinaus. 
1977 investierte er 35.000 Dollar an der Börse und baute sein Vermögen bis zu einer halben Million Dollar im Verlauf der nächsten Jahre aus. Er kaufte mehrere Autos: einen Rolls Royce, einen Cadillac, einen Lincoln Continental und einen umgebauten Transporter. 
1978 wurde er für die Entführung einer 34jährigen geistig zurückgebliebenen Frau verhaftet und für 4 Jahre in eine Anstalt eingewiesen. 
Im Dezember 1984 kaufte Heidnik in der Marshall Street in Philadelphia ein Haus, dessen Keller er zu einem Gefängnis umbaute. 1986 entführte er innerhalb von 2 Monaten 5 Farbige Frauen und sperrte sie in seinen Keller ein. 
Seine Opfer wurden in einer Grube angekettet. Sie erhielten fast nichts zu essen und wenn sie sich gegen die Vergewaltigungen wehrten, wurden sie mit Elektroschocks gefoltert. Auch stieß Heidnik ihnen einen Schraubenzieher ins Ohr, um das Trommelfell zu zerstören. 
Im Februar 1987 starb sein erstes Opfer, die 24jährige Sandra Lindsay, an den Folgen der Folter. Heidnik zerstückelte den Leichnam und drehte ihn durch einen Fleischwolf. Das Ergebnis dieser Arbeit wurde an die anderen Frauen, vermischt mit Hundefutter, "verfüttert". 
Ein weiteres Opfer, die 23jährige Deborah Johnson Dudley, starb durch mehrere Elektroschocks. Josefina Rivera, eine der Frauen aus dem Keller, konnte fliehen und ging zur Polizei. 
In der darauffolgenden Gerichtsverhandlung wurde Gary Heidnik am 03.07.1988 zum Tode verurteilt und 11 Jahre später am 6.7.1999 durch eine Giftinjektion hingerichtet.  Zum Zeitpunkt der Hinrichtung war Gary Michael Heidnik 55 Jahre alt.

Literatur:

Crimes and Punishment, Volume 2, H.S. Stuttman Inc., 1994 



William Heirens

"Um Gottes willen, verhaftet mich, bevor ich erneut töte. Ich habe mich nicht unter Kontrolle". 
Diese Botschaft schrieb Heirens mit Lippenstift in das Hotelzimmer eines Opfers. Der Einbrecher tötete 1945 in Chicago insgesamt 3 Menschen. Im Sommer 1946 wurde der 17jährige Student verhaftet. 
Er wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt und beteuert bis heute seine Unschuld. 
Nicht er, sondern sein Alter Ego George Murman hätte die Morde begangen. 



Fritz Honka

Fritz Honka  wurde 1935 in Leipzig geboren. Sein Vater, Stadtheizer, Kommunist, starb im KZ. Seine Mutter war außerstande, mit den neun Kindern zurechtzukommen. 
Er wuchs im Heim auf, sollte eine Maurerlehre machen, bekam eine schlimme Allergie: Zementkrätze. Schließlich floh er in den Westen und arbeitete als Hilfsarbeiter bei Bauern. 
Honka heiratete zweimal, doch beide Ehen scheiterten. 
Am 17 Juni 1975 brannte auf einer Etage der Zeißstraße 74 in Hamburg ein Feuer. Nur ein Zufall deckte die Verbrechen auf : Ein Feuerwehrmann entdeckte bei einer Sicherheitsüberprüfung der darüber liegenden Dachwohnung Leichenteile in einer Plastiktüte. Als sie die Wohnung des 39jährigen Nachtwächters Honka daraufhin durchsucht wurde, fand man diverse verstümmelte und mumifizierte Überreste von 4 Frauen. 
Die später identifizierten Opfer waren: Die 52jährige Ruth Schult, die 42jährige Gertrude Bräuer, die 57jährige Frieda Roblick und die 54jährige Anna Beuschel. 
Alle Opfer waren Prostituierte aus dem Hamburger Rotlichtviertel gewesen und während der letzten 4 Jahre spurlos verschwunden. Keiner hatte ihr Verschwinden bemerkt und angezeigt. 
Seinen ersten Mord beging Honka im Dezember 1970. Nachdem die 42jährige Gertrude Bräuer ihm den Beischlaf verweigerte, erdrosselte er sie mit einer alten Gardine. Er versteckte die Leiche und zerstückelte sie später mit einem Messer und einer Handsäge. Spielende Kinder fanden den abgetrennten Kopf von Gertrude Bräuer auf einer Baustelle. 
Vier Jahre trat er nicht mehr in Erscheinung. Dann gabelte er sich Frauen im Sumpf von St. Pauli auf. Es waren altgewordene Prostituierte und Stadtstreicherinnen. Sie wollen nur Alkohol oder Geld, aber nichts von ihm. 
Eine war lustlos. Honka dazu : "Sie lag im Bett wie ein Brett." Er erwürgte sie. 
Die zweite beklaute ihn. Er erwürgte sie. 
Die dritte schlug im Streit mit einer Kornflasche auf ihn ein. Er erdrosselte sie. 
Alle Leichen wurden mit einem Messer oder einer kleinen Säge zersägt und in der Abseite der kleinen Wohnung gelagert. 
Honka wurde am 20.12.1976 zu 15 Jahren Freiheitsstrafe und Unterbringung in einem psychiatrischem Krankenhaus, wegen Mordes in einem und wegen Totschlags in drei Fällen, verurteilt. 
Das Glück für Honka war, dass das Gericht  nur einen der Todesfälle als Mord wertete, den der Anna Beuschel. Sein Anwalt war der Münchner Strafverteidiger Rolf Bossi. 
Honka wurde 1993 unter dem Namen "Peter Jensen" in einem Altersheim in Scharbeutz (Ostsee) einquartiert. Dem Wahnsinn nahe starb er 1998 63jährig in der Hamburger Nervenklinik Ochsenzoll.

Literatur:

Martin Jenssen & Khosrow Nosratian, Spektakuläre Hamburger Kriminalfälle, Warthberg Verlag, 1996
Der Spiegel 31/1975
Der Spiegel 47/1976
Der Spiegel 48/1976 



Jack the Ripper

Im Londoner East End ereignete sich 1888 ein Kriminalfall, der immer wieder zu Spekulationen Anlass gab und für den so mancher Superlativ geprägt wurde. Die Rede ist von den Verbrechen des Jack the Ripper. 
Jack the Ripper ist der unentdeckte Täter, der 1888 eine Anzahl von Straßendirnen im Ostend von London ermordet und verstümmelt hat und drei Monate lang die Bevölkerung in Furcht und Schrecken hielt. 
Im Jahr der Ripper-Morde war London seiner Einwohnerzahl nach noch immer die größte Stadt der Welt und das East End das Elendsviertel der Metropole. Verfallene Häuser und eine unendliche Zahl enger, schmutziger Gassen bestimmten das Bild. Von den vier Millionen Einwohnern Londons lebten dort 450.000 unter denkbar schlechten Bedingungen auf engstem Raum zusammen. Obdachlosenasyle und Armenhäuser waren ständig überfüllt. 
Während mehrerer Wochen herrschte eine wahre Ripper-Hysterie in London. Abgesehen davon, dass die Polizeistreifen nach jedem Mord weiter verstärkt wurden und schließlich fast die gesamte Geheimpolizei zum Einsatz kam, leisteten Hunderte von Bürgern Nacht für Nacht freiwillig Dienst. Die Mitglieder sogenannter Wachsamkeitsausschüsse liefen Streife in dem Labyrinth der berüchtigten Gässchen und Passagen von Whitechapel und der umliegenden Stadtteile. 
Aber alles war vergebens. Kaum einen Steinwurf von der Stelle entfernt, wo oben noch ein Posten patrouillierte, wurde ein neues Opfer ermordet und verstümmelt aufgefunden. Immer wieder konnte der Täter im Gassengewirr entkommen und irgendwo einen Unterschlupf finden. 
Die Morde, denen ausnahmslos Prostituierte zum Opfer fielen, geschahen zwischen dem 6 August und dem 9 November stets in der Nacht zwischen 23 Uhr und 4 Uhr. An jenem 6. August 1888 wurde eine Viertelstunde vor Mitternacht die Leiche der 35jährigen Martha Turner in der Plumber Street von einem Streifenpolizisten gefunden.  
Ihr Hals wies eine Schnittwunde auf, und der Unterleib war aufgeschlitzt. Die Untersuchung der Toten nahm CoronerWynne E. Baxter vor. 
Die entscheidenden Sätze aus seinem Gutachten lauten: "Die Organe des Unterleibes wurden mit zielsicheren und geübten Schnitten herausgetrennt. Kein Organ ist verletzt. Der Täter verfügt zweifelsohne über medizinische Kenntnisse und chirurgische Fähigkeiten. Die Richtung der Schnitte deutet auf einen Linkshänder hin. Als Tatwerkzeuge kommen das Seziermesser des Arztes, das Bajonett des Soldaten oder das scharfe Fleischmesser des Schlächters in Frage. Jede der drei Möglichkeiten ist wahrscheinlich, keine kann mit Sicherheit bestimmt werden. 
Die sorgfältig durchgeführte Untersuchung ergab, dass ein Organ des Unterleibes fehlte." 
In den Wochen darauf folgten fünf weitere Morde: am 31. August an Mary Ann Nicholls, am 8. September an Annie Chapman, in der Nacht vom 29. zum 30. September an Elizabeth Stride und Catherine Eddowes und schließlich am 9. November an Marie Jeannette Kelly. 
Allen Frauen war der Hals durchschnitten und der Unterleib aufgeschlitzt worden. Das sechste und letzte Opfer hatte der Mörder buchstäblich seziert, die inneren Organe aus dem Körper entfernt und neben der Leiche niedergelegt. 
Die übereinstimmende Tatausführung ließ kaum Zweifel daran, dass es sich immer um denselben Täter gehandelt haben muss. 



John Joubert

Zwischen 1982 und 1983 verschwanden in Maine und Nebraska drei Jungen im Alter von 11 bis 13 Jahren. 
Die Opfer waren nicht missbraucht worden , jedoch wiesen ihre Leichen Spuren von Bisswunden auf. 
Am 11.1.1984 wurde der 20jährige Soldat John Joubert verhaftet. Er gestand die Verbrechen und wurde im Juli 1984 zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. 
Am 17 Juli 1996 wurde der inzwischen 32jährige in Nebraska hingerichtet. 



Edmund Emil Kemper III

Edmund Emil Kemper III wurde am 18.12.1948 in Burbank/Kalifornien geboren. Er wuchs mit zwei Schwestern in einer kaputten Familie auf. Seine Mutter Clarnell und sein Vater Ed Jr. stritten sich ununterbrochen und trennten sich schließlich. Kemper wurde zu seinen Großeltern abgeschoben, die er als 15jähriger erschoss. 
Der Grund : Er hatte mit seinem Gewehr Vögel und kleine Tiere getötet und seine Großeltern nahmen es ihm daraufhin weg. Als er später von der Polizei verhört wurde, zuckte er mit den Schultern und sagte: " Ich wollte nur wissen, was es für ein Gefühl ist, Grandma zu erschießen". 
Kemper wurde dafür in die Besserungsanstalt Atascadero State Hospital gesteckt. Man entließ ihn 1969 im Alter von einundzwanzig Jahren. Inzwischen war Ed Kemper zwei Meter groß und wog um die hundertfünfzig Kilo. 
Zwei Jahre lang ging er allen möglichen Jobs nach, fuhr mit seinem Wagen auf Straßen und Highways herum und machte es sich zur Gewohnheit junge Anhalterinnen aufzugabeln. 
Am 7. Mai 1972 nahm er zwei Freundinnen vom Fresno State College mit, Mary Arm Pesce und Anita Luchessa. Er fuhr mit ihnen in eine abgelegene Gegend, erstach die beiden jungen Frauen, dann brachte er die Leichen ins Haus seiner Mutter, wo er Polaroids von ihnen machte, sie sezierte und mit verschiedenen Organen herumspielte. 
Anschließend packte er den Rest in Plastiktüten, vergrub die Leichen in den Bergen von Santa Cruz und warf die Köpfe in eine tiefe Schlucht neben der Straße. 
Am 14. September nahm Kemper Aiko Koo, ein 15jähriges High-School-Mädchen, mit, erstickte sie, verging sich an der Leiche und nahm sie zum Sezieren mit nach Hause. 
Am 9. Januar 1973 nahm Kemper die Studentin Cindy Schall aus Santa Cruz mit, zwang sie mit vorgehaltener Waffe in den Kofferraum und erschoss sie dann. 
Keinen Monat später nahm Kemper Rosalind Thorpe und Alice Liu mit, die er beide erschoss und dann in den Kofferraum hievte. Die Leichen zerstückelte er und vergrub sie an verschiedenen Stellen. 
Sein Zwang zum Töten eskalierte in beunruhigendem Maße. 
Dann hatte er eine Idee - etwas das er es schon immer hatte tun wollen: Am Osterwochenende ging Kemper, während seine Mutter schlief, in ihr Zimmer und schlug wiederholt mit einem Tischlerhammer auf sie ein, bis sie tot war. Dann enthauptete er sie und vergewaltigte ihre kopflose Leiche. 
Danach rief er Sally Hallett an, eine Freundin seiner Mutter, und lud sie zu einem "Überraschungsessen" ein. Als sie kam, schlug er sie mit einem Knüppel nieder, erwürgte sie, hackte ihr den Kopf ab und ließ die Leiche in seinem Bett liegen, während er sich im Bett seiner Mutter schlafen legte. 
Am Morgen des Ostersonntags stieg er in seinen Wagen und fuhr ziellos durch die Gegend. Kurz vor Pueblo in Colerado hielt er an einer Telefonzelle am Straßenrand, rief bei der Polizei von Santa Cruz an und gestand die Morde. 
Dann wartete er geduldig, bis ein Streifenwagen ihn abholte. 
Kemper wurde wegen achtfachen Mordes verurteilt. Er verbüßt im Gefängnis von Vacavielle/Kalifornien eine lebenslängliche Haftstrafe. 
Als man ihn fragte, welches er für eine angemessene Strafe für seine Taten hielt, erwiderte er : "Den Tod durch Folter ".



John Paul Knowles

Zwischen dem 26 Juli 1974 und seiner Verhaftung am 17 November tötete und vergewaltigte Knowles 35 Menschen. 
Er wählte seine Opfer zufällig aus, brach in Häuser ein und erschoss die Männer. Die Frauen wurden vergewaltigt und danach erschossen. Er stahl weiterhin alle Kreditkarten. 
Bei seinem Anwalt hinterließ er eine Kassette, auf der er 14 Morde gestand. 
Am Tag nach seiner Verhaftung wurde er in Georgia - bei einem Fluchtversuch - von einem FBI Beamten erschossen. 



Vasili Komaroff  "The Wolf of Moscow"

Das erste Mordopfer des Pferdehändlers wurde 1921 entdeckt. Viele weitere folgten. Insgesamt fand man 21 Leichen im Shabolovki Viertel in Moskau. 
Die Polizei konnte die Morde mit dem Pferdemarkt in Verbindung bringen, da die Opfer jedes Mal von dort verschwanden. 
Als der Pferdehändler Komaroff vernommen werde sollte, floh er durch einen Sprung aus dem Fenster. 
Bei einer Durchsuchung des Hauses entdeckte man in einem Pferdestall sein letztes Opfer. 
Komaroff konnte ein paar Tage später verhaftet werden und gestand 33 Morde, die er zusammen mit seiner Frau Sofia begangen hatte. 
Vasili Komaroff tötete wegen des Geldes, welches seine Opfer in der Hoffnung auf ein billiges Pferd, mitgenommen hatten. 
Bei den darauf folgenden Ermittlungen konnte er die Polizei zu weiteren 5 Leichen führen. 
Die Eheleute wurden beide des Mordes für schuldig befunden und am 18 Juni 1923 erschossen. 



Randy Kraft

Als am 14 Mai 1983 in Kaliforniens der Homosexuelle Randy Kraft bei einer Verkehrskontrolle angehalten wurde, fanden die Polizisten auf dem Beifahrersitz die Leiche des 25jährigen Soldaten Terry Gambrel. Er war mit einem Gürtel erwürgt worden. 
Im Kofferraum von Krafts Wagen fand man weiterhin 47 Fotos von mehreren jungen Männern. Einige von ihnen waren nackt, einige anscheinend bewusstlos oder tot. 
Auch wurde ein Notizbuch gefunden, welches mit 67 rätselhaften Eintragungen gefüllt war. In dieser "Todesliste" wurden 67 Opfer beschrieben, welche Kraft seit 1972 getötet hatte. 
Kraft, der ein Genie im Fach Informatik war, folterte seine Opfer bestialisch. 
Einige hing er mit den Füßen nach oben an einen Baum auf, folterte sie mit Feuer und stieß ihnen verschiedene Gegenstände in After und Penis. Manchmal zerstückelte er sie lebend. 
Die Leichen seiner Opfer ließ er einfach am Straßenrand liegen. 
Kraft wurde des 16fachen Mordes für schuldig befunden und im Sommer 1989 zum Tode verurteilt.


 Joachim Georg Kroll "Der Menschenfresser von Duisburg"

Joachim Kroll wurde nach seiner Festnahme 1976 von den Medien "Menschenfresser von Duisburg" genannt. Die Polizei war ihm auf die Spur gekommen, weil in seinem Wohnblock ein vierjähriges Mädchen vermisst wurde und Nachbarn über ein verstopftes Abflussrohr geklagt hatten. 
Als die Beamten bei Kroll klingelten, zeigte der gleich auf einen Suppentopf in der Küche. Darin kochten die zerstückelten Gliedmaßen des Kindes. 
"Ich habe davon probiert", sagte Kroll den Beamten, "aber es schmeckt nicht." 
Im Kühlschrank lag der Kopf des Mädchens, die Eingeweide hatte er in die Toilette geworfen. 
Doch er hatte noch andere Morde begangen. 
Kroll hatte zwischen 1955 und 1976 drei Frauen  ( 19 bis 61 Jahre ), 4 Mädchen ( 4 bis 13 ) und einen Mann ( 25 ) getötet. 
In seinem späteren Prozess wurde der 48jährige zu neunmal lebenslänglich - wegen achtfachen Mordes und eines Mordversuches - verurteilt.  
Vor der Polizei hatte er zeitweise bis zu 12 Morde gestanden, später allerdings widerrufen. 
Mit einem Intelligenzquotienten von 76 war der Waschraumwärter Kroll, der die Sonderschule ohne Abschluss verlassen hatte, am Rande der Schwachsinnigkeit. Zeit seines Lebens wurde er als dumm und zurückgeblieben gehänselt. 
Bei einem Schlachter lernte Kroll, wie man Kühe und Schweine tötete. Dabei spürte der Spätpubertierende erste sexuelle Regungen. Nur beim Abstechen und Ausweiden von Tieren kam Kroll zum Orgasmus. 
Später trieb er Sodomie in den Stallungen der Bauern. 
Nach dem Tod der Mutter, die seine einzige Bezugsperson war, verlor Joachim Kroll die Hemmung, Menschen zu töten. 
Er starb am 1 Juli 1991 im Gefängnis.



Peter Kürten "Der Vampir von Düsseldorf"

Peter Kürten wurde am 26.5.1883 als ältestes von insgesamt dreizehn Kindern in Mühlheim geboren. 
Mit 16 wurde er zum ersten mal wegen Unterschlagung straffällig. 
Weitere Straftaten folgten: Diebstahl, Erpressung, Körperverletzung, Unzucht, Brandstiftung und Fahnenflucht. 
1913 ermordete er bei einem Einbruch ein zehnjähriges Mädchen. 
1923 heiratete Kürten eine drei Jahre ältere Frau. Die Ehe war von Anfang an durch Affären mit anderen Frauen belastet. 1925 zog er von Altenburg/Thüringen nach Düsseldorf. Hier erwachte erneut der Feuerteufel in ihm. 
Bis 1929 setzte er insgesamt vierundzwanzig Häuser, Scheunen, Ställe und Wälder in Brand. 1929 begann er wieder zu Morden. 
Er ermordete 8 Menschen (Rosa Ohlinger, 9.2, Rudolf Scheer, 12.02, Maria Hahn, 8.8, Gertrud Hamacher, 24.8, Luisa Lenzen, 24.8, Ida Reuter, 29.9, Elisabeth Dörier, 11.10, Gertrud Albermann, 7.11. ) mit Hammer, Dolch und Schere. 
Am 24 Mai 1930 wurde Kürten am Rochusmarkt in Düsseldorf verhaftet. Der Schwurgerichtsprozess dauert zehn Tage. 
Kürten wurde des Mordes in neun, und des Mordversuchs in sieben Fällen für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. 
Er erklärte in seinem Schlusswort: "Die von mir begangenen Taten sind nach meiner jetzigen Erkenntnis so scheußlich, dass ich nicht den Versuch machen will, sie in irgendeiner Weise zu entschuldigen". 
Am 2 Juli 1931 wurde Peter Kürten durch das Fallbeil hingerichtet.



Henri Desire Landru "Der Heiratsschwindler von Paris"

Meistens setzte Henri Landru eine Heiratsanzeige in die Zeitung. Diese war so formuliert, dass sich vor allem Witwen und geschiedene Frauen angesprochen fühlten, die über einen gewissen Wohlstand verfügten. 
Auch im direkten Umgang mit den Damen fand er stets den richtigen Ton. Landru verfügte über eine starke persönliche Ausstrahlung, der die heiratswilligen Frauen schnell verfielen. 
Zudem verstand er es, den Mann von Welt herauszukehren, der seiner künftigen Gattin ein angenehmes Leben verspricht. 
Noch vor der Hochzeit verfügte der charmante Henri über das Vermögen seines Opfers, das diesen Transfer nicht lange überlebte. 
Insgesamt brachte der Serienmörder zehn Frauen um. 
Schauplatz der Morde war sein Landhaus in Gambais, wo er die Leichen nach der Tat verbrannte. 
Das Verschwinden der zuvor ohnehin alleinlebenden Frauen blieb in den meisten Fällen für lange Zeit unbemerkt. Erst allmählich wurde die Polizei durch die Häufung von Vermisstenfällen, die nach gleichem Muster abliefen, aufmerksam. Bahnbedienstete erinnerten sich an Landru, der für Reisen mit seinen "Verlobten" eine Rückfahrkarte und eine einfache Fahrt kaufte. 
Schließlich reichten die Hinweise für eine Hausdurchsuchung in Gambais, wo nicht nur Indizien, sondern Beweise warteten: Die Beamten fanden unter den Böden Überreste von Asche - versetzt mit Knochen, Zähnen sowie Haarspangen und Kleiderfetzen. Landru wurde der Morde überführt. Der Richterspruch bedeutete den Tod unter der Guillotine. 
Er wurde am 25.2.1922 vollstreckt. 



Pedro Alonzo Lopez "Das Monster der Anden"

Pedro Alonzo Lopez wurde als das 7 Kind von 13 in Tolima/ Kolumbien geboren. Er wurde von seiner Mutter, einer Prostituierten, mit 8 Jahren auf die Straße gesetzt, weil er sich an seiner jüngeren Schwester vergangen hatte. 
Lopez wurde dort von einem Pädophilen aufgelesen, welcher ihm Essen und eine Schlafgelegenheit anbot. Er wurde jedoch in ein verlassenes Haus gebracht und mehrmals vergewaltigt. 
Ein Trauma, das scheinbar einen tödlichen Schaden in seiner bereits verdrehten Psyche hinterließ. 
Ohne feste Unterkunft, schlief Lopez auf der Straße und lebte von der Hand in den Mund. 
In Bogotá nahm sich eine amerikanische Familie seiner an. Sie nahmen ihn auf und brachten ihn später in ein Internat für Waisen. 
Im Alter von zwölf Jahren stahl Lopez Geld in der Schule und rannte davon. Er erklärte später, dass sein Lehrer ihn sexuell misshandelte und er deswegen geflüchtet wäre. 
Sechs Jahre später stahl er ein Auto und landete im Gefängnis. Dort wurde der 18jährige von 4 älteren Insassen vergewaltigt. Anstatt Anzeige zu erstatten, tötete er drei seiner Peiniger in den nächsten zwei Wochen. 
Nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden war, übte er Rache für seine Vergewaltigungen an jungen Mädchen. 
Seine bevorzugte Methode war es, Kinder von indianischen Volksstämmen zu entführen. 
1978 hat der Killer in Peru ca. 100 Mädchen vergewaltigt und getötet. 
Einmal schlug diese Vorgehensweise fehl, als er von einer Gruppe von Ayachucos - einem Indianerstamm im nördlichen Peru - gefangengenommen wurde. Er hatte versucht, ein 9jähriges Mädchen zu entführen. Lopez wurde von ihnen geschlagen, ausgezogen und gefoltert. Die Ayachucos wollten ihn gerade lebendig begraben, als eine amerikanische Missionarin intervenierte, und die Ayachucos davon überzeugte, ihren Gefangenen lieber der Polizei auszuliefern. 
Sie stimmten letztendlich zu, doch die peruanischen Behörden lehnten es ab, ihre wertvolle Zeit mit indianischen Beschwerden zu verplempern. 
Wieder in Freiheit, begann Lopez durch Kolumbien und Ecuador zu reisen. In den Grenzgebieten dieser Staaten verschwanden damals Hunderte von jungen Mädchen. 
Im April 1980 wurden die Leichen von vier verschwundenen Kindern nahe der Stadt Ambato, Ecuador entdeckt. 
Tage später beobachtete Carvina Poveda, wie Lopez mit ihrer 12jährigen Tochter Maria wegging. Nachdem das Mädchen nicht mehr auftauchte, wurde Lopez verhaftet. 
Er gestand "110 Mädchen in Ecuador, vielleicht 100 in Kolumbien und viel mehr als 100 in Peru ermordet zu haben". 
"Ich mag die Mädchen in Ecuador," sagte er der Polizei. "Sie sind sanfter und zutraulicher. Sie sind nicht so verschlossen gegenüber Fremden, wie die anderen Mädchen". 
Im Laufe der Zeit versuchte er, seine Bekenntnisse philosophisch auszudrücken: "Ich verlor meine Unschuld im Alter von acht, so beschloss ich das gleiche so vielen jungen Mädchen anzutun, wie nur möglich". 
Lopez vergewaltigte seine Opfer und starrte ihnen in die Augen, während er sie strangulierte. Der Todeskampf seiner Opfer bescherte ihm ein sadistisches Vergnügen. 
Die Polizei war anfänglich skeptisch, ob die Zahl der Opfer der Wahrheit entspräche. Diese Zweifel verpufften jedoch, als Lopez sie zu 53 verschiedenen Gräbern in der Nähe von Ambato führte. 
Die Opfer waren alle zwischen 8 und 12 Jahren alt gewesen. An weitere Gräber wollte sich der anfangs geständige Lopez später nicht mehr erinnern. 
Lopez wurde 1980 in Ecuador wegen Mordes in 53 Fällen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.



Henry Lee Lucas & Ottis Toole

Henry Lee Lucas und Ottis Toole könnten auf der einen Seite die Serienmörder mit den meisten Opfern sein. 
Andererseits könnte Lucas aber auch der legitime Nachfolger von Baron von Münchhausen sein. 
Er fuhr in den 70er Jahren mit dem Auto kreuz und quer durchs Land und zerfleischte nach eigenen Angaben Hunderte von Menschen. 
Henry Lee Lucas wurde 1983 des Mordes an einer älteren Dame in Texas überführt. Vor Gericht bezeichnete er das ganze als Lappalie. Seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis 1975 - er hatte seine Mutter ermordet - hätte er in der ganzen USA Hunderte von Menschen getötet, teils allein, teils zusammen mit Ottis Toole, welchen er 1979 kennen gelernt hatte. 
Mit einem umfassenden Geständnis entging Lucas fürs erste dem elektrischem Stuhl und beschäftigte auf Jahre ganze Legionen von Polizisten, die nun seine Angaben überprüfen mussten. 
Für Lucas brachte das nur Annehmlichkeiten mit sich. Er konnte seine Zelle für längere Zeit gegen Hotelzimmer tauschen, durfte mit Flugzeugen oder Autos von Ort zu Ort reisen, wurde in Restaurants verköstigt und genoss überall eine Sonderbehandlung wie ein Prominenter. 
Schließlich kam man auf die Idee seine Geständnisse anhand von Kreditkarten und Lohnlisten zu überprüfen. 
Man stellte fest, dass er während er während er in Texas gearbeitet hatte oder in Florida Schrott verkaufte in anderen entfernten Staaten Morde begangen haben will. 
Lucas saß in Texas in der Todeszelle und wartete auf seine Hinrichtung. 
Im Angesicht des Todes leugnete er  jegliche Morde. Er habe nur einen Menschen ermordet - seine Mutter. 
Man nimmt jedoch an das Lucas für wenigstens 12 Morde verantwortlich ist. In weiteren 100 Fällen gelten Lucas & Toole als Hauptverdächtigte. 
Lucas wurde in mehreren Prozessen für insgesamt 10 Morde verurteilt. Er erhielt einmal die Todesstrafe, sechsmal lebenslang sowie zusätzlich 210 Jahre Haft. 
Am 30.6.1998 sollte der 61jährige Lucas hingerichtet werden. Doch es gab Zweifel gerade in dem Fall, für den er zum Tode verurteilt wurde. So empfahl das texanische Gremium für Begnadigungen eine Umwandlung der Todesstrafe in lebenslang. 
Ottis Toole starb am 15 September 1996 im Gefängnis an Krebs.



Bruno Lüdke

Bruno Lüdke wurde 1943 wegen des Mordes an Rosa Noack verhaftet. Er gestand, die Frau umgebracht und anschließend sexuell missbraucht zu haben. 
Bei den Vernehmungen, die sich über Wochen hinzogen, erleben die Beamten grausige Überraschungen. 
Mit dem Hilfsarbeiter war der Polizei ein Serienmörder ins Netz gegangen, der Licht ins Dunkel zahlreicher Vermisstenfälle der letzten Jahre bringen konnte. Nach und nach gab Lüdke weitere Morde zu. 
Schließlich gestand er nicht weniger als 84 Frauenmorde. Letztendlich bleiben 54 seit 1923 ungeklärte Fälle, welche dem Triebtäter Bruno Lüdke nachgewiesen werden konnten (oder sollten). 
Ob Lüdke tatsächlich so viele Frauen ermordete gilt als sehr fraglich. 
Der 1908 geborene Hilfsarbeiter wurde wegen Schwachsinns vom Wehrdienst freigestellt und 1940 kastriert. 
Die im Krieg befindlichen nationalsozialistischen Führer versuchten den Skandal um den Triebtäter Geheimzuhalten. 
Heinrich Himmler, Reichsführer der SS, erklärte den Fall zur geheimen Reichssache. 
Ein Prozess gegen Lüdke fand nicht statt. Bruno Lüdke wurde stattdessen am 8.4.1944 in einem Krankenhaus in Wien durch eine Giftinjektion hingerichtet.



Charles Manson

Charles Milles Manson wurde 1934 in Cincinatti als unehelicher Sohn einer 16jährigen Prostituierten geboren. 
Seit er 10 war, lebte er auf der Straße, sieht man von den Zeiten in Jugendheimen und Besserungsanstalten ab. 
Sein Erwachsenenleben war schon früh geprägt durch Raubüberfälle, Fälschungen, Zuhälterei und Körperverletzungen. 
1967 war er auf Bewährung aus der Haft entlassen worden. Er machte sich auf den Weg nach San Francisco der damaligen Hippie Hochburg. 
Manson entwickelte sich dort zu einem charismatischen Guru. Er spielte Gitarre und predigte seine Vision von der bevorstehenden Apokalypse, dem "Helter Skelter", einem Text vom White Album der Beatles. 
Als die Reinigungsfrau Chapman am 9 August 1969 die Tür im Cielo Drive Nr. 10050 öffnete, bot sich ihr ein Bild des Grauens. In den Zimmern, im Flur und auf dem Gartenvorplatz lagen insgesamt 5 furchtbar zugerichtete Leichen. 
Als Opfer identifizierte man die 26jährige Schauspielerin Sharon Tate - Ehefrau des Regisseurs Roman Pollanski und Schauspielerin in z.B. Tanz der Vampire , die 25jährige Abigal Folger - Erbin des millionenschweren Kaffeehändlers Folger, den 36jährigen High Society Friseur Jay Sebring, den 32jährigen Voytek Frykowski, der Freund von Folger, und den 17jährigen Steven Earl Parent. 
An die Haustür hatten die Mörder mit Blut das Wort "pig" geschmiert. 
Das Industriellenehepaar La Bianca wurde am 10 August 1969 ermordet aufgefunden. Der Besitzer einer Supermarktkette Leno La Bianca war 44 Jahre alt, seine Frau Rosemary 38. 
Als die Leichen aufgefunden wurden, hatten die Mörder das Wort "War" in Leno La Biancas Bauchdecke geschnitten. 
Auf dem Kühlschrank war mit dem Blut der Opfer "Helter Skelter" geschrieben. 
Die Anweisungen für dieses Blutbäder waren zuvor auf einer Farm, im Wüstengebiet außerhalb von Los Angeles, erteilt worden. Dort lebten etwa 20 Frauen im Alter von 17 bis 24 Jahren und einige gleichaltrige Männer mit dem 32jährigen Charles Manson zusammen. Sie nannten sich "Die Familie". 
Manson wählte die Familienmitglieder Tex Watson, Susan Atkins, Leslie Van Houten und Patricia Krenwinkel aus und sagte zu ihnen: "Die Zeit für Helter Skelter ist gekommen".  
Manson war davon überzeugt, dass seine Familie einen blutigen Rassenkonflikt auslösen könne, indem sie "reiche weiße Schweine" töteten. Diese Morde sollten dann den Schwarzen in die Schuhe geschoben werden, wodurch sich Weiße zur Lynchjustiz gegen Schwarze hinreißen ließen, was diese wieder gegen die Weißen aufwiegelte. 
Am Ende stünden schließlich ausgedehnte Rassenunruhen, die in immer gewalttätigere, blutige Auseinandersetzungen übergingen. Daraus würde sich nach der Vorstellung Mansons ein regelrechter Rassenkrieg entwickeln - der Helter Skelter. 
In einem solchen Rassenkrieg, so hoffte Manson, würden die Schwarzen schließlich obsiegen. Doch weil die Schwarzen sich selber nicht führen könnten, würden sie ihn, Charles Manson zu ihrem Herrscher und Führer machen. 
Manson und die drei Mitangeklagten Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie van Houten wurden am 29 März 1971 wegen Mordes in 7 Fällen für schuldig befunden und zum Tod in der Gaskammer verurteilt. 
Als ein Jahr nach dem Urteil die Todesstrafe in Kalifornien wieder abgeschafft wurde, wurden alle Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. 
Manson und seine Komplizen, Charles "Tex" Watson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel, Linda Kasabian, Leslie van Houten, Robert Beasusoleil, Bruce Davies und Steve Grogan haben noch weitere Morde begangen - oder werden solcher dringend verdächtigt. 
Ein ehemaliges Mitglied der Familie, Lynette Fromme, versuchte 1975 ein Attentat auf Präsident Gerald Ford. 



Herbert Mullin

Herbert Mullin wuchs in Santa Cruz als völlig normales Kind heran. In der Schule war er gut und bei Jungen wie Mädchen gleichermaßen beliebt. Überall galt er als derjenige, dem man für die Zukunft am meisten zutraute. 
In seinem letzten Schuljahr verbarg sich unter der Maske des Sunnyboys aber bereits eine ganz andere Wirklichkeit - eine paranoide Schizophrenie ergriff von ihm Besitz. Beschleunigt wurde sein Verfall durch Experimente mit Marihuana und LSD. Nach dem Schulabschuss vollzog sich eine rapide Veränderung seiner Persönlichkeit. Er studierte am College, schaffte aber die Prüfungen nicht mehr. Eine Zeitlang versuchte er mit Perlenketten und langen Haaren die Mädchen auf sich aufmerksam zu machen. Weil er damit keine Sexualpartnerin fand, ließ er sich die Haare schneiden und lief wie ein Manager mit Anzug und Krawatte herum. Auch damit kam er nicht an. 
Nach dem Scheitern jeder "Versuchsreihe" ließ er sich wiederholt in psychiatrischen Kliniken behandeln, wurde aber schnell wieder entlassen, da die Ärzte keine Gefährdung anderer oder seiner selbst feststellten. 
Er beschloss, dass es an der Zeit zum Heiraten war und machte Mädchen auf offener Straße oder bei Partys Heiratsanträge. Da sie ausnahmslos ablehnten, meinte er, er müsse wohl homosexuell sein. So suchte er von da an die Schwulenviertel von San Francisco auf und fragte Männer, ob sie mit ihm zusammenziehen würden. Die wollten freilich auch nichts von ihm wissen. Einmal stand er mitten im Gottesdienst auf und brüllte, das sei doch nicht das richtige Christentum. Danach studierte er Theologie - aber auch nicht sehr lange. Genauso wenig hielt er einen Versuch durch, Boxer zu werden. Eine Weile trainierte er fleißig, und in seinem ersten Kampf schlug er so fest zu, dass man ihm eine Karriere voraussagte, aber kurz danach hängte er die Boxhandschuhe an den Nagel. 
Ein Jahr nach seiner Kriegsdienstverweigerung bewarb Herb sich bei der Army, doch er kam für keine Waffengattung in Frage. Schließlich durfte er bei der Marine die Grundausbildung absolvieren. Freilich ließ sich seine psychische Labilität nicht kaschieren, und als es um die Übernahme in ein reguläres Dienstverhältnis ging, wurde er mit einer kleinen Abfindung entlassen. Eine Weile lebte er mit einer älteren, ebenfalls psychisch kranken Frau zusammen. Nun interessierte er sich für östliche Mystik. In Hawaii wollte er seine Kenntnisse vertiefen, kam aber nicht sehr weit. 
Inzwischen war er Mitte Zwanzig und zu einem Leben in der Gesellschaft völlig unfähig. Er hatte alles ausprobiert und passte nirgendwo hinein. Obwohl er sporadisch jobbte, blieb er nirgends länger als ein paar Wochen. Das zum Unterhalt nötige Geld schossen ihm weiterhin seine Eltern zu. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich seine paranoide Schizophrenie voll entwickelt. Schizophrene setzen Informationen aus ihrer Umwelt neu zusammen und verweben sie in einer Weise, dass ihre eigentliche Bedeutung völlig verzerrt und verfremdet wird. 
Mullin hatte gehört oder gelesen, dass Kalifornien ein von Erdbeben bedrohtes Gebiet ist. Nun überlegte er, wie das verhindert werden könne. Daraus entwickelte sich die Wahnvorstellung, Kalifornien sei nur dank dem Vietnamkrieg von einem katastrophalen Erdbeben verschont geblieben; dort seien nämlich genug Menschenleben geopfert worden, will heißen: Die Natur verlangte für die Erhaltung der natürlichen Welt Blutopfer. 
Ab Oktober 1972 zog Amerika sich jedoch aus dem Vietnamkrieg zurück. Nun befürchtete Mullin eine schreckliche Katastrophe. Nach einem verheerenden Erdbeben würde das Meer Kalifornien verschlingen, falls nicht bald die Zahl der Menschenopfer erhöht würde. 
Aus diesem Grund, so erzählte Mullin später, habe sein Vater ihm per Telepathie befohlen, Menschenleben zu zerstören. Mullins erstes Opfer war ein 45jähriger obdachloser Tramper. Mullin muss den Mann gesehen haben, der zu Fuß auf dem Highway unterwegs war. Er fuhr an ihm vorbei, parkte den Wagen am Straßenrand und machte sich unter der Motorhaube zu schaffen. Der Mann trat auf ihn zu und bot ihm seine Hilfe an, wenn er danach mitfahren dürfe. Mullin willigte ein. Während der andere sich über den Motor beugte, holte Mullin heimlich einen Baseballschläger aus dem Auto und schlug ihm den Schädel ein. Die Leiche schleppte er in einen nahe gelegenen Wald und fuhr davon. Sie wurde am nächsten Tag gefunden. 
Zwei Wochen nach dem ersten Mord glaubte er den nächsten Auftrag zu hören. 
Diesmal sollte er die Hypothese von der zunehmenden Umweltverschmutzung überprüfen und herausfinden, wie nah das Erdbeben nun war. Folglich nahm er eine Tramperin mit und rammte ihr mitten im Fahren ein Messer in die Brust. 
In einem Wald zog er sie aus und schlitzte ihr den Unterleib auf. Da er annahm, er könne an ihren Organen den Grad der Umweltverschmutzung ablesen, schnitt er sie heraus und untersuchte sie. 
Der besseren Sicht halber hängte er sie an Zweigen auf. Die Tote wurde erst nach mehreren Monaten entdeckt. 
An einem Donnerstag, vier Tage nach der Verstümmelung der jungen Tramperin, schienen Mullin Zweifel an seiner "Mission" zu plagen. 
In einer katholischen Kirche in der Nähe von Santa Cruz ging er beichten. Wie er später erklärte, erzählte er dem Priester alles von den Anweisungen bis hin zu den Morden. "Herbert", soll ihn der Pfarrer gefragt haben, "liest du die Bibel?" "Ja." "Und kennst du auch das Gebot, das besagt, du sollst Vater und Mutter ehren?" "Ja", antwortete Mullin. "Dann weißt du auch, wie wichtig der Gehorsam dem Vater gegenüber ist." "Ja." "Er ist so wichtig", sagte der Priester (laut Mullins Darstellung), "dass ich mich dir freiwillig als dein nächstes Opfer zur Verfügung stelle. "Mullin trat, schlug und stach auf den Priester ein, ließ den Verblutenden im Beichtstuhl liegen und rannte weg. 
Ein Gemeindemitglied sah das und eilte sogleich zu Hilfe. Der Priester starb jedoch, und Mullin entkam. 
Mullin grübelte, ab wann in seinem Leben alles schiefgelaufen war. Seine Gedanken kreisten um einen Mitspieler in der Footballmannschaft, der ihm den ersten Marihuana Joint angeboten hatte. Zwar hatte er sich den Drogenkonsum später wieder abgewöhnt, doch führte er seine Probleme nun ausschließlich darauf zurück. 
Anfang Januar 1973 fuhr er in einen Außenbezirk von Santa Cruz, in dem der Mannschaftskamerad damals gelebt hatte.  Er fand das Haus und klopfte an. Dort wohnte aber mittlerweile ein Rauschgiftdealer mit seiner Familie.  Von dessen Frau erfuhr Mullin, dass sein Freund ein paar Häuser weiter gezogen war. 
Laut seiner Darstellung drängte sie sich ihm dann zusammen mit ihren zwei Kindern als Opfer förmlich auf. Er erschoss sie alle.  Nur der Mann entging ihm. Nach dem Blutbad klopfte Mullin bei dem ehemaligen Mannschaftskameraden an. Kaum hatte der ihn hereingebeten, kam es zum Streit. Auch dieser Mann handelte mit Drogen; überall lag Zubehör offen herum. Mullin schoss ihn nieder, weil er auf die Frage, warum er ihm mit dem Pott das Leben ruiniert hatte, keine Antwort wusste. Mit letzter Kraft schleppte der Sterbende sich ins Badezimmer, wo seine Frau sich duschte. Er schrie, sie solle unbedingt absperren, doch Mullin brach die Tür auf und erschoss sie. 
Einen Monat später stieß Mullin in einem Waldgebiet auf vier jugendliche, die dort kampierten. Was sie hier trieben wollte er wissen. Sie zelteten, lautete die Antwort. Mullin gab sich nun als Forstaufseher aus und forderte sie zum Verschwinden auf.  Zelten sei hier verboten. Außerdem würden sie den Wald verschmutzen. Die vier jungen Burschen vertrieben Mullin mit einem Karabiner Kaliber 22. Im Gehen rief er, er werde am nächsten Tag nachsehen kommen.  
Die Teenager ließen sich von seiner Drohung nicht beeindrucken und blieben. Am nächsten Tag kam Mullin zurück und erschoss sie mit ihrem Karabiner. Die Leichen wurden eine Woche später gefunden. 
In der Zwischenzeit war Mullin endlich nach einer weiteren Bluttat gefasst worden. 
Irgendwie fiel ihm ein Hispanoamerikaner auf, der auf der anderen Straßenseite vor seinem Haus Unkraut jätete. Mullin wendete, fuhr heran, hielt an und schoss den Mann vor den Augen eines Nachbarn nieder. Dieser notierte die Autonummer, während Mullin in aller Seelenruhe davonfuhr. 
Über den Polizeifunk wurde sofort die Fahndung eingeleitet. Kurz danach bemerkte ein Streifenbeamter Mullin in seinem Auto und winkte ihn an den Straßenrand. Mullin ließ sich widerstandslos verhaften. 
Mullins Geisteszustand war auch vor Gericht nicht zu übersehen. Die ganze Zeit über musste er in Ketten gelegt werden, und ständig reichte er ellenlange Erklärungen ein, die mit dem Verfahren nicht das geringste zu tun hatten. Der logische Zusammenhang zwischen seinen dreizehn Morden existierte nur in seinem kranken Gehirn. 
Trotzdem sahen ihn die Geschworenen zum Zeitpunkt seiner Bluttaten als zurechnungsfähig an. 
Er wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

Literatur:

Robert K. Ressler & Tom Shachtman, Ich jagte Hannibal Lecter, Heyne, 1992 



Alvin & Judith Ann Neelley

Alvin Neelley kam ins Gefängnis, weil er auf seine erste Ehefrau geschossen hatte. Nach seiner Entlassung begegnete er der Halbwüchsigen Judith Ann. 
Zwischen 1979 und 1982 zogen sie durch die Südstaaten der USA, um Raubüberfälle und Betrügereien zu begehen. 
Beide wurden des öfteren eingesperrt, und Judith brachte hinter Gittern Zwillinge zur Welt. Unter den Pseudonym "Lady Sundance" und "The Nightrider" praktizierten sie eine tödliche Arbeitsteilung: Sie vergewaltigten, folterten - durch die Injektion ätzender Flüssigkeiten - und töteten eine unbekannte Anzahl von Menschen. 
Alvin & Judith Ann Neelley wurden wegen 15 Morden angeklagt; die meisten sind von der zierlichen Judith begangen worden. Im April 1983 war sie mit 18 Jahren die jüngste Frau, die jemals in der amerikanischen Rechtsprechung zum Tode verurteilt wurde. Sie wartet in Wetumpka/Alabama auf ihre Hinrichtung. 
Alvin Neelley wurde zu zweimal lebenslänglich verurteilt. 



Dennis Nilsen

Der Homosexuelle, welcher früher Soldat und ein Jahr lang auch Polizist war, tötete zwischen 1978 und 1983 fünfzehn Männer. 
Er machte seine Opfer betrunken, strangulierte oder ertränkte sie dann und vergrub ihre Leichen unter den Dielen seines Wohnzimmers. 
Hin und wieder holte er die Leichen hervor, um mit ihnen zu reden oder sie einfach nur in sein Bett zu legen. 
1983 wurde sein Treiben entdeckt, als er versuchte die Überreste eines Opfers in der Toilette runterzuspülen. Die Leitung verstopfte und der herbeigerufene Klempner alarmierte die Polizei. 
Dennis Nilsen wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.


Carl Panzram

Carl Panzram wurde 1891 als Sohn preußischer Einwanderer geboren. Er war vermutlich einer der ersten Serienmörder in den Vereinigten Staaten. 
In den 20er Jahren brachte er mehr als 20 Menschen um. Weiterhin gestand er "an die 1000 Männer" vergewaltigt zu haben. Schon als Jugendlicher saß er - meistens wegen Brandstiftung oder Diebstahls - in Besserungsanstalten, Jugendheimen und auch Gefängnissen. 
Auf freiem Fuß reiste er einmal nach Afrika zur Krokodiljagd. Er heuerte 8 Einheimische Träger an, vergewaltigte einen nach dem anderen und verfütterte die Leichen an Krokodile. 
Zurück in Amerika raubte und mordete er weiter. 1920 raubte er das Haus des Amerikanischen Präsidenten William Howard Taft aus. 
Das Motto von Panzram lautete : "Raubt sie alle aus, vergewaltigt sie alle, tötet sie alle". 
Panzram konnte 1928 wegen Einbruchs verhaftet werden und wurde zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Dort tötete er einen Gefängniswärter und wurde daraufhin zum Tode verurteilt. 
Als sich Menschenrechtsgruppen für seine Begnadigung aussprachen, ersuchte er den damaligen Präsidenten Herbert Hoover nachdringlich, endlich für seine Hinrichtung zu sorgen. 
Am 5 September 1930 wurde seinem Wunsch entsprochen. Seine letzten Worte richtete er an den Henker: "Hurry it up, you bastard I could hang a dozen men while you're fooling around."  
Dass seine weiteren  Morde überhaupt aufgedeckt wurden, ist seinen Aufzeichnungen zu verdanken, die er einem Gefängniswärter übergab. Erst Jahrzehnte später war ein Verlag bereit, diese Dokumente zu veröffentlichen, und Mitte der 70er Jahre erschien "Killer: A Journal of  Murder" von Thomas E. Caddis und James O. Long. 

Film: 

Killer - Tagebuch eines Serienmörders, USA, 1995, 88 Min



Leszek Pekalski

Leszek Pekalski wurde am 12. Februar 1966 in einem Dorf im Norden Polens namens Osieki geboren. Er war das Ergebnis einer Vergewaltigung seiner Mutter. 
Pekalski beansprucht den zweifelhaften Ruhm für sich, wahrscheinlich einer der größten Serienmörder unserer Zeit zu sein. Indizien gab es genug: In Pekalskis Bettkasten fand man blutbefleckte Büstenhalter und Schlüpfer, die er seinen Opfern abgenommen hatte. Jahrelang zog Pekalski seine blutige Spur. Sie zieht sich durch ganz Polen, vom Ostseestrand bei Danzig bis nach Niederschlesien. 
Die Opfer waren verschiedenen Geschlechts und Alters, stammten aus den unterschiedlichsten sozialen Milieus, waren oft genug nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. 
Pekalski wurde im Untersuchungsgefängnis zum Medienstar. Nur für Schokolade - dazu Kaffee und Pornohefte - war das er bereit, Interviews zu geben. 
Glaubt man dem 57 Seiten langen Geständnis, das der Mörder in Zelle Nr. 53 des Gefängnisses von Slupsk in 130 Tagen niederschrieb und mit Tatortskizzen belegte, dann hat er zwischen 1982 und 1992 40 Menschen umgebracht. Doch Pekalski spielte mit den Beamten Katz und Maus. Er widerrief seine Geständnisse jeweils einen Tag später, machte aus Tatortbesichtigungen abwechslungsreiche Ausflüge. 
Die Anklage basierte fast ausschließlich auf den Geständnissen des Täters. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte, denn das Sammeln von Beweisen und Auswerten von Spuren wurde stark vernachlässigt. 
17 Morde kamen schließlich zur Anklage. Ferner 3 Überfälle, bei denen die Frauen überlebten, eine von ihnen grausam verstümmelt. 
Bei der Verhandlung offenbaren sich Ermittlungsfehler, Spuren waren vernichtet und Beweismaterialien nicht gesichert worden, Protokolle und Aussagen waren verschwunden. 
Pekalski wurde am 9. Dezember 1996 schließlich doch noch verurteilt  - schuldig gesprochen für einen Mord. Er erhielt 25 Jahre Haft.

Literatur:

Jaques Buval: Nur für Schokolade, Das Neue Berlin, 1998
STERN, verschiedene Ausgaben von 1995 - 97 



Steven Brian Pennell The I-40 Killer aka The Corridor Killer

Zwischen 1987 und 1988 verschwanden mehrere Prostituierte spurlos. Spätestens als man 5  Prostituierte entlang der Highways 40 und 13 mit eingeschlagenem Schädel auffand, ging die Polizei von einem Serienverbrechen aus. 
Die Leichen wiesen Spuren von Folter und Vergewaltigung auf. Der Täter hatte ihnen die Brüste mit einer Zange bearbeitet und teilweise die Brustwarzen abgetrennt. Andere hatte er an Händen und Füßen gefesselt, ihnen in die Beine geschnitten, ihr Gesäß ausgepeitscht oder brutal geschlagen. Manche der Opfer hatte er auch mit einem Hammer gequält. Die Frauen waren letztendlich erwürgt worden. 
Die brutalen Morde schockierten den kleinen Staat Delaware. Die Polizei griff zu einer List: Weibliche Polizistinnen gaben sich als Prostituierte aus und stellten sich entlang der Highways in Position. 
Nach zwei Monaten hielt schließlich ein Mann bei Officer Renee C. Lano, auf welchen das vom FBI angefertigte Täterprofil passte. Sie verhandelte durch die geöffnete Beifahrertür um den Preis für ihre Dienste. Als sie merkte, dass der Wagen mit einem blauen Teppich ausgelegt war, lenkte sie das Gespräch auf seinen schönen Wagen und kratzte unauffällig einige Fasern vom Teppich ab. 
In einem F.B.I.- Labor stellte man die Übereinstimmung der Fasern von Pennells Wagen zu den Fasern fest, welche  bei einem der Opfer gefunden worden waren. 
Am 29 
November 1988 wurde der verheiratete Lastwagenfahrer Steven Brian Pennell für den Mord an  Catherine DiMauro verhaftet. Später wurde er für 2 der 5 Morde zum Tode verurteilt. Der nun 34jährige  wurde am 14.03.1992 durch eine Giftinjektion hingerichtet.  Es war die erste Hinrichtung in Delaware seit 45 Jahren. Die Kosten der Hinrichtung betrugen 47.085 Dollar.


Marcel Petiot

1942 wurden fortwährend Pakete mit menschlichen Leichenteilen aus der Seine gefischt oder im Stadtgebiet von Paris entdeckt. Eine Zuordnung zahlreicher Funde zu ein und demselben Täter war aufgrund der gleichartigen, offenbar mit anatomischer Sachkunde ausgeführten Leichenzerstückelung möglich. 
Obwohl damit der Kreis der Verdächtigen in gewisser Weise eingeengt werden konnte, verliefen die Ermittlungen ergebnislos. Schließlich blieben derartige Leichenteilfunde seit Mai 1943 aus. 
Zehn Monate später, am 11. März 1944, durchsuchte die Polizei das Grundstück Nr. 21 in der Pariser Rue Lesueur. Nachbarn hatten sich über den ekelerregenden Qualm beklagt, der seit einiger Zeit dem Schornstein des Hauses entströmte. Was die Polizisten in dem dazugehörigen Heizungskeller sehen mussten, übertraf an Scheußlichkeit alles vorher Erlebte: Neben dem Heizkessel und an den Kellerwänden erblickten sie aufgestapelte menschliche Leichenteile, die  merkwürdig ausgedörrt waren. 
Vor dem Feuerloch lagen in großer Zahl angekohlte Leichenteile und auf dem Heizungsrost schwelten Knochenreste. In einem alten Stallgebäude, das unmittelbar an das Haus angrenzte, stießen Polizisten auf eine große Grube, die mit Löschkalk und weiteren Leichenteilen angefüllt war. 
Der Täter hatte demnach seine Opfer zerstückelt, dann im Chlorkalk ausdörren lassen, um so die Leichenteile schneller verbrennen zu können.  Unter Mitwirkung von Gerichtsmedizinern wurden die menschlichen Überreste geborgen. 
Am Ende ergab sich eine erschreckende Bilanz: zwei Unterkiefer, ein Brustbein, ein vollständiger Brustkorb, fünf Oberarmknochen, vier Unterarmknochen, drei Oberschenkelknochen und dreizehn Unterschenkelknochen. Hinzu kamen fünf Kilogramm kleinere Einzelknochen und einhundert Kilogramm nicht mehr identifizierbare menschliche Knochenreste sowie fünf Kilogramm Menschenhaar. Die menschlichen Überreste aus der Rue Lesueur Nr. 21 stammten von mindestens zehn Männern und Frauen. Im einzelnen konnte ihre Identität nicht mehr festgestellt werden. 
Der Besitzer des Hauses, in dem die Polizei das Krematorium entdeckt hatte, hieß Dr. Med. Marcel Petiot. 
Als der Arzt am Morgen des 12. März 1944 in seiner Wohnung in der Rue Chaumartin 66 festgenommen werden sollte, war er bereits geflohen. 
Monatelang suchte die Polizei vergebens nach Petiot. Erst am 31. Oktober 1944 fiel er einem Militärgendarm auf, dem das Gesicht bekannt vorkam. Die Militärpolizei übergab Petiot, nachdem an der Identität kein Zweifel mehr bestand, dem Untersuchungsrichter.
Bis Anfang 1946 zogen sich die Ermittlungen gegen den Serienmörder hin. 
Wie viele Menschen seiner unersättlichen Geldgier zum Opfer gefallen sind, konnte nie geklärt werden. Es waren jüdische Bürger, die ihn voller Vertrauen um Hilfe gebeten hatten, um einer Deportation aus dem besetzten Paris in eines der Vernichtungslager zu entgehen. Unter seinen Opfern befanden sich weiterhin Zuhälter mit ihren Dirnen. Da auch einige Wehrmachtsuniformen gefunden wurden, waren wahrscheinlich auch Soldaten unter den Opfern. 
Petiot log ihnen vor, sie ins Ausland bringen zu können. Stattdessen tötete er, meist durch eine Spritze mit Gift, seine nichtsahnenden Opfer. Petiot sprach ihnen gegenüber von einer Schutzimpfung. Später eignete er sich den Besitz der Toten an. 
Zwei Jahre nach der Entdeckung seiner Verbrechen stand der Serienmörder in Paris vor Gericht. Er gestand 19 Morde die er für die Resistance ausgeführt haben will. Alle seine Opfer hätten für die Gestapo gearbeitet und müssten demnach eliminiert werden. Weiterhin behauptete er, viele in der Anklage nicht benannte Deutsche und Kollaborateure getötet zu haben. 
Der Prozess endete am 28. März 1946. Marcel Petiot wurde wegen Mordes an 27 Menschen verurteilt. 
Die Vollstreckung der Todesstrafe erfolgte am 26. Mai 1946 um 5.06 Uhr durch die Guillotine. 


Norbert Poehlke "Der Hammermörder" 

Mitte der 80er Jahre verbreitet eine mysteriöse Mordserie Angst und Schrecken in der schwäbischen Provinz. Der Täter lauert seinen Opfern in der Nähe von einsamen Waldparkplätzen auf, schießt immer mitten ins Gesicht - nur, um sich ein Fluchtauto zu beschaffen und anschließend kleine Bankfilialen zu überfallen. Mit aller Wucht schlägt er mit einem kiloschweren Vorschlaghammer ein Loch in die Sicherheitsverglasung der Kassenhäuser, streckt seine Pistole durch und verlangt Bargeld. Schon nach dem zweiten Überfall wird er nur noch "der Hammermörder" genannt. 
Die Polizei steht unter gewaltigem Erfolgsdruck. Sie will nicht wahrhaben, was sich in den ersten Monaten bereits abzeichnet: Der Täter stammt aus den eigenen Reihen, er ist Polizist. Kurz bevor die spektakuläre Verbrechensserie aufgeklärt werden kann, tötet der Mann seine Familie und schließlich sich selbst: Norbert Poehlke, damals 34, Polizeiobermeister bei der Hundestaffel Stuttgart-Mühlhausen. 
Bis heute stehen ehemalige Kollegen vor einem Rätsel: der lustige "Nobbe", der hilfsbereite, freundliche Beamte ein brutaler Serienmörder? Die Nachbarn aus dem kleinen Ort Strümpfelbach bei Backnang können es immer noch nicht fassen: Der Familienmensch Poehlke, der Kindernarr und Hundefreund, gleichzeitig ein gesuchter Schwerverbrecher? Niemand kann es sich erklären, und doch ist es geschehen. 
Im Grunde genommen eine schwäbische Geschichte: Ein kleiner Beamter gewinnt 30.000 DM im Lotto, der Grundstock fürs "Häusle". Der Bau gerät zu groß, die Inneneinrichtung zu luxuriös, vor der Tür ein dicker Mercedes, die Banken geben zu viel Kredit. Am Ende hat die fünfköpfige Familie im Monat ganze 250 DM zum Leben.
Der finanzielle Druck, der Druck, die Fassade aufrecht zu erhalten, den sozialen Status nicht wieder aufzugeben, kann als Erklärung für die Banküberfälle herhalten. Aber wie erklärt sich die unglaubliche Brutalität, mit der dieser Mann die Morde an den Autobesitzern begeht? Wie lässt sich die "Hinrichtung" seiner Frau und seiner unschuldigen Kinder durch Kopfschüsse erklären? 
Insgesamt tötete Poehlke neben seiner Familie 2 weitere Personen.



Thomas Quick

Der schwedische Serienmörder tötete innerhalb von 2 Jahren 10 Menschen jeden Alters. 
Er ermordete kleine Jungen und hatte Sex mit ihren Leichen. Andere Opfer war eine holländische Familie, welche Urlaub im Norden Schwedens machte. 
Zur Zeit befindet sich Quick im Gefängnis in Dalarna, Schweden. In der Haft gestand er weitere 6 Menschen in Norwegen getötet zu haben.

Richard Ramirez "The Night Stalker"

Der berühmte Night Stalker terrorisierte 1985 acht Monate lang Los Angeles. Richard Ramirez stieg in Wohnhäuser ein, erschoß die schlafenden Männer und vergewaltigte die anwesenden Frauen und Kinder jeglichen Alters. Später ermordete er auch diese. Begeistert von Night Prowler von AC/DC ermordete Ramirez 14 Menschen und hinterließ geheimnisvolle Zeichen an den Tatorten, wie beispielsweise Botschaften oder satanische Symbole, die er mit dem Blut seiner Opfer an die Wände geschmiert hatte. Einem seiner Opfer stach er ein Auge aus und schickte es am nächsten Tag mit der Post zurück. Ramirez wurde von aufmerksamen Bürgern gefasst, nachdem sein Phantombild durch die Presse ging. Während seiner Verhandlung beteuerte er lautstark seine Liebe zu Satan und gestand: "Ich liebe all das Blut". Ramirez wurde am 20 Juli 1989 zum Tode verurteilt. Sein Statement dazu "See you in Disneyland".



Charles Howard Schmid Jr.

Das verwöhnte Einzelkind aus einer reichen Familie in Tucson/Arizona gab sich im Kreis der anderen Jugendlichen aus der Stadt das Image eines Rebellen. Am 15.5.1964 erschlug der 23jährige mit 2 Freunden ein 15jähriges Mädchen. Sein Motiv: Er wollte einfach sehen, wie es ist, einen Menschen zu töten. Die Leiche wurde in der Wüste vergraben. Schmid rühmte sich ganz offen seiner Tat und fuhr mehrere Freunde zu dem Grab, um ihnen zu zeigen, dass er die Wahrheit erzählte. Der Mord war ein offenes Geheimnis für mehrere Jugendliche. Keiner von ihnen ging je zur Polizei. Auch seiner Freundin erzählte er stolz von dem Verbrechen und als sie ihn drohte, zur Polizei zu gehen, musste auch sie und ihre Schwester sterben. Am 16.8.1965 erwürgte er beide Mädchen und verscharrte sie ebenfalls in der Wüste. Einer der Freunde Schmids bekam Gewissensbisse und fürchtete, dass seine Freundin das nächste Opfer sein könnte. Er  führte die Polizei daraufhin zu den Gräbern in der Wüste. Schmid wurde am 11.11.1965 verhaftet und später zum Tode verurteilt. Im Gefängnis wurde er durch zwanzig Messerstiche schwer verletzt und starb am 30 März 1975. Ein Mittäter des ersten Mordes wurde zu lebenslänglich - eine Komplizin zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Literatur:

John Gilmore, Cold-Blooded, Feral House, 1996



Arthur Shawcross

Von 1988 bis Anfang 1990 versetzte ein unbekannter Mörder die Stadt Rochester im Bundesstaat New York die Region in Angst und Schrecken. Man fand 11 Opfer, meistens Prostituierte. Am 3.1.1990 wurde der Ex-Häftling Arthur Shawcross verhaftet. Er war am 28.4.1987 auf Bewährung freigelassen worden, nachdem er  zu einer unbestimmten Haftstrafe von bis zu 25 Jahren für 2 Morde an Kindern verurteilt worden war. Er wurde jedoch schon nach 14 Jahren und 6 Monaten entlassen und konnte weiter morden. Während des Prozesses 1990 plädierte Shawcross auf schuldunfähig wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit. Seine Verteidigung verfolgte drei Strategien. Zum einen berief er sich darauf, ein Opfer schweren sexuellen Mißbrauchs in seiner Kindheit gewesen zu sein. Dann behauptete er, er leide unter einer Bewußtseinsveränderung. Zudem gab er an, von seinen Erfahrungen im Vietnamkrieg rühre eine posttraumatische Persönlichkeitsstörung her. Shawcross Strategie konnte von der Staatsanwaltschaft als Lüge demaskiert werden, dass seine Verteidigung sie nicht weiter verfolgen konnte. Arthur Shawcross wurde daraufhin des 10fachen Mordes für schuldig befunden und zu 250 Jahren Gefängnis verurteilt. 



George Joseph Smith

Smith ertränkte seine Ehefrauen Bessie Mundy, Alice Burnham und Margaret Lofty in der Badewanne. Alle Opfer wiesen jedoch keinerlei Spuren von Gewalteinwirkung auf. Smith hatte unverhofft die Beine der Frauen ergriffen und blitzschnell an sich gezogen, so dass ihr Gesicht augenblicklich unter Wasser gelangte. Die Überraschung der Opfer ließ keine Abwehr zu und machte das Fehlen von Spuren einer Gewaltanwendung verständlich. Das plötzlich durch Nase und Mund eindringende Wasser konnte dann entweder einen Reflextod verursacht oder eine Bewußtseinstrübung mit nachfolgendem Ertrinken herbeigeführt haben. Die 8tägige Schwurgerichtsverhandlung gegen Smith vor dem Central Criminal Court in London begann am 22. Juni 1915. Die Anklage lautete auf Mord, begangen an Bessie Mundy 1912 in Herne Bay.  Darüber hinaus legte der Staatsanwalt in seiner Anklagerede die offenkundige Übereinstimmung dar, die mit dem Tod von Alice Burnham und Margaret Lofty bestand. Nur dreißig Minuten berieten die Geschworenen, dann verkündete ihr Obmann den Schuldspruch.  George Joseph Smith wurde zum Tode durch den Strang verurteilt und am 13 August 1915 hingerichtet. 



Charles Starkweather & Caril Ann Fugate

Der 17jährige Charles Starkweather und seine Freundin und Komplizin, die 14jährige Caril Ann Fugate, töteten zwischen Dezember 1957 und Februar 1958 elf Menschen, darunter die Eltern von Fugate. Starkweather wurde am 24 Juni 1959 in Nebraska auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Caril Ann Fugate wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Sie wurde jedoch 1976 begnadigt. Experten gehen davon aus, dass sie die treibende Hand bei den Verbrechen war und wenigstens 2 der Morde verübte.

Ihre Geschichte liegt dem Film Badlands - Zerschossene Träume zugrunde. Auch für den Film Natural Born Killers war ihre Geschichte der Aufmacher. 



Peter William Sutcliffe "The Yorkshire Ripper"

Der Fall des Yorkshire Rippers erregte, nach dem berüchtigten Jack the Ripper, wie kein anderer die Gemüter in England. Ein Unbekannter hatte zwischen 1975 und 1981 13 Frauen, die meisten von ihnen Prostituierte, in der Grafschaft Yorkshire ermordet. Er erschlug seine Opfer mit einem Hammer und verstümmelte ihre Leichen. Drei Überlebende hatten nur aussagen können, dass der Mörder weißer Hautfarbe und von mittlerer Statur war. Die Polizei tappte im dunkeln. Die Jagd nach dem Mörder hat zehn Millionen Pfund verschlungen. Insgesamt hatte die Polizei etwa 200.000 Leute vernommen und 30.000 Wohnungen sowie 180.000 Fahrzeuge durchsucht. Gefaßt wurde der Yorkshire Ripper am 2 Januar 1981. Bei einer Routineüberprüfung in einem Rotlichtbezirk wurde ein Mann mit aufs Revier genommen. Beweismaterialien brachten ihn mit 13 Morden und weiteren 7 Überfällen in Verbindung. Es handelte sich um Peter Sutcliffe, einen verheirateten Lastwagenfahrer von 35 Jahren. Er wurde überführt und am 22 Mai 1981 zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. 



Marybeth Tinning

Von 1972 bis 1985 schien Marybeth Tinning vom Unglück verfolgt. Sie verlor 9 ihrer Kinder im Säuglingsalter in Schenectady/New York. Die Ärzte bescheinigten in allen Fällen einen plötzlichen Kindstot. Der äußerst selten auftretende plötzliche Kindstot ereilt bis dahin scheinbar gesunde Säuglinge, meist im Alter von zwei bis drei Monaten. Er wird durch plötzlichen Sauerstoffmangel hervorgerufen. Eine Fehlfunktion des Gehirns bewirkt den Ausfall der Atmung. Marybeth Tinning ertrug die 9 Todesfälle immer mit den Worten : "Es ist Gottes Wille, diesen muß ich demütig hinnehmen". Als erstes starb Tinnings Tochter Jennifer am 3 Januar 1972. Sie war 8 Tage alt. 3 Wochen später, am 20 Januar, starb der 2jährige Joseph Tinning Jr. Die 4 Jahre alte Barbara Tinning starb am 20 März. Daraufhin starb am 2 September 1975 der 2 Wochen alte Timothy. Ihm folgte Nathan Tinning am 2 Februar 1979. Es folgten weiterhin die 3jährige Mary Tinning und Jonathan am 24 März 1980. Das 3jährige Adoptivkind Michael Tinning starb am 2 August 1981. Als die 3 Monate alte Tami Lynne Tinning am 20 Dezember 1985 starb, wurden die Behörden aufmerksam. Am 4 Februar 1986 wurde Marybeth Tinning verhaftet. Sie gestand Tami Lynne mit einem Kissen erstickt zu haben, als das Kind Nachts schreite. Sie gestand weiterhin Timothy und Nathan ebenfalls erstickt zu haben. Die anderen Morde stritt sie beharrlich ab. Man nimmt an, dass sie alle 8 Kinder ermordet hatte, konnte es jedoch nicht nachweisen. Am 17 Juli 1987 wurde Marybeth Tinning wegen des Totschlags an Tami Lynne zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.



Jack Unterweger

Der Österreicher Jack Unterweger, unehelicher Sohn eines US-Soldaten und einer Wiener Prostituierten, machte eine geradezu erstaunliche Karriere. Als 24jähriger wurde er 1974 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, weil er die 18jährige Deutsche Margaret Schäfer mit ihrem BH erdrosselt hatte. Das Opfer hatte ihn an seine Mutter erinnert. Im Gefängnis verfaßte Unterweger seine Autobiographie "Fegefeuer eine Reise ins Zuchthaus", in welcher er sich mit seiner Kindheit und seiner Verbrechenskarriere auseinandersetzte. Kritiker feierten das Buch, und Unterweger avancierte zum Liebling der Wiener Schickeria. Die österreichische Justiz entließ daraufhin den prominenten Häftling bereits nach 16 Jahren vorzeitig. Im Oktober 1990, knapp sechs Monate nach seiner Entlassung, wurde die Wiener Prostituierte Brunhilde Massener als vermißt gemeldet. 3 Monate später wurde sie von Spaziergängern im Wald tot aufgefunden.  Sie war mit ihrem BH erdrosselt worden. Im Januar 1991 fand man die Prostituierte Heide Hammer ermordet auf. Auch sie war mit ihrem BH erdrosselt worden. Im Verlauf des Jahres 1991 wurden noch 5 weitere tote Frauen - allesamt Prostituierte - in Waldgebieten entdeckt. Alle Opfer waren mit Teilen der eigenen Unterwäsche erdrosselt worden. Der nun rehabilitierte Reporter Jack Unterweger berichtete persönlich über die Fälle und ging schließlich sogar soweit, die Polizei dafür zu kritisieren, dass es ihr nicht gelang, den Mörder zu fassen. Der Polizei fiel jedoch auf, dass Unterweger stets in der Nähe der Tatorte Lesungen abgehalten hatte. Im Sommer 1991 fuhr Unterweger nach Los Angeles, um dort für eine Wiener Illustrierte über Prostitution zu recherchieren. Dort wurden innerhalb kürzester Zeit 3 Prostituierte ermordet aufgefunden. Alle Opfer waren mit ihrer Unterwäsche erdrosselt worden. Zurück in Europa ermordete Unterweger eine weitere Prostituierte - Blanka Bockova - in Tschechien. Nachdem sich die Indizien gegen Jack Unterweger verdichtet hatten, floh dieser mit seiner 18jährigen Freundin Bianca Monk zuerst in die Schweiz, dann nach Paris und von dort nach Miami. Dort wurde er am 27.2.1992 vom FBI verhaftet und später dann nach Österreich ausgeliefert. Am 20.4.1994 wurde vor dem Grazer Landgericht der Prozeß gegen Jack Unterweger wegen 11fachen Mordes (einschließlich der 3 Morde in Los Angeles) eröffnet. Die Indizien waren erdrückend : Im Kofferraum von Unterwegers Waagen wurde ein Kopfhaar der in Tschechien ermordeten Prostituierten Blanka Bockova gefunden. Des weiteren wurden Fusseln eines Schales von Unterweger an der Kleidung einer der erdrosselten Frauen gefunden. Auch konnte eine Expertin des FBI nachweisen, dass bei allen Verbrechen ein besonderer Knoten für die Wäsche, mit welchen alle Opfer erdrosselt worden waren, verwandt wurde. Unterweger wurde am 29.6.1994 wegen 9fachen Mordes zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Jack Unterweger, der die Morde vor Gericht bis zuletzt geleugnet hatte, erhängte sich einen Tag später in seiner Zelle.


Waltraud Wagner, Stefanija Meyer, Maria Gruber und Irene Leidolf.

Vor dem Wiener Landgericht wurden die vier Hilfskrankenschwestern Stefanija Meyer, Maria Gruber, Irene Leidolf und Waltraud Wagner beschuldigt, im Lainzer Klinikum mindestens 40 ältere Patienten getötet zu haben. Alle vier wurden zu hohen Haftstrafen verurteilt. Der Prozeß brachte auch an den Tag, dass in Ermangelung von Fachkräften angelernte Hilfsschwestern entgegen der gesetzlichen Bestimmungen Injektionen verabreichen dürfen. Außerdem fehlte es den Pflegekräften an psychologischer Hilfe. Mitleid mit Patienten machen die meisten Krankenpfleger und Schwestern geltend, wenn sie angeklagt sind, ihre Schützlinge getötet zu haben. Dabei wird deutlich, in welchem Maße sich manche von ihnen zu Herren über Leben und Tod aufschwingen. In ganz besonders zynischer Weise taten dies die von der Presse als "Mord-Schwestern von Wien" bezeichneten Angeklagten. So beschlossen sie bei einem Glas Wein, welcher ihrer Patienten das nächste Opfer sein sollte. Für ihre Taten entwickelten sie einen eigenen Jargon, in dem beispielsweise "Mundpflege" Ertränken bedeutete. 



Frederick & Rosemary West

Am 25. Februar 1994 wurde in der Englischen Stadt Gloucester der 52jährige Handwerker Frederick West wegen dringenden Mordverdachts verhaftet. Der gedrungene Mann wurde von seinen Nachbarn als unauffällig, freundlich und durchschnittlich eingeschätzt. Das Ehepaar West vermietete preisgünstig einige der engen Zimmer, vor allem an jugendliche Ausreißer und Liebespaare, die Wert auf Diskretion legten. Als die Polizei in Haus und Garten Wests nach möglichen Opfern zu suchen begannen, stießen die Beamten auf einen grausigen Fund nach dem anderen. Im "Horrorhaus von Gloucester", wie die Medien es bald nannten, entdeckten die Fahnder Skelette von zwölf ermordeten Frauen und Mädchen. In einem früheren Wohnort Wests fanden sie drei weitere Opfer, allesamt Frauen. Unter den Ermordeten befanden sich Wests erste Frau und zwei seiner Töchter, ein zur Tatzeit hochschwangeres Kindermädchen sowie eine junge Touristin. Neben West geriet bald auch seine zweite Frau Rosemary in den Verdacht, an dem bestialischen Treiben beteiligt gewesen zu sein. Fred West erhängte sich noch vor der Eröffnung des Gerichtsverfahrens am 1. Januar 1995 in seiner Gefängniszelle. Rosemary wurde später wegen Mittäterschaft in zehn Fällen, darunter der Mord an ihrer eigenen Tochter sowie ihrer Stieftochter aus erster Ehe, zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 1. September 1997 verlobte sich die 43jährige mit Stephen Saliwon, einem ebenfalls inhaftierten Sexualverbrecher. 



Christopher Bernard Wilder

Der Australier wurde in Australien und in den Vereinigten Staaten für mehrere Sexualdelikte verurteilt. 1984 durchquerte Wilder mit dem Auto die Vereinigten Staaten: Er kidnappte, vergewaltigte und tötete auf dieser Fahrt mindestens zwölf Frauen. Eines seiner Opfer zwang er, an mehreren Morden teilzunehmen. Seltsamerweise ließ er die Frau frei und gab ihr sogar noch ein Flugticket zurück nach Kalifornien. Durch seine Morde kam Wilder auf die "Ten Most Wanted" Liste. Am 13 April 1984 wurde er nahe der kanadischen Grenze bei einem Schußwechsel mit der Polizei getötet. Einige der Opfer konnten nie gefunden werden. Die Polizei nimmt weiterhin an, dass Wilder für noch mehr ungeklärte Morde in Frage kommt.



Wayne Williams "The Atlanta Child Killer"

Am 27.2.1982 wurde in Atlanta der 23jährige Wayne B. Williams des 2fachen Mordes schuldig gesprochen. Es waren 2 Morde von 28 ähnlichen gewesen, welche als die "Atlanta Child Killings" in die Geschichte eingingen. Die Opfer waren ausnahmelos schwarze Jugendliche aus Atlanta gewesen. Williams wurde in einem reinen Indizienprozeß zu zwei aufeinanderfolgenden lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Nach den Gesetzen des Staates Georgia kann der Verurteilte ab 1989 eine Haftentlassung auf Bewährung beantragen. Diese hatte jedoch bis zum heutigen Tag keinen Erfolg. Nach der Verhaftung und Inhaftierung von Williams, stoppte die Mordserie.



Randall Brent Woodfield

Der 40jährige Ex-Footballspieler von den Green Bay Packers war auch der "Mörder von der I-5".  Er hat mindestens fünf Frauen vergewaltigt und anschließend getötet. Weiterhin wird er verdächtigt für 12-18 Todesfälle an der Interstate 5 verantwortlich zu sein. Woodfield wurde zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. 



Aileen Wuornos

Im Dezember 1989 begann in Florida eine Serienmörderin ihr Unwesen zu treiben. Innerhalb der nächsten 11 Monate entdeckte die Polizei entlang der Highways die Leichen von 8 Männern. Noch erschreckender als die Morde war die Tatsache, dass als Täter nur eine Frau in Frage kam, die von einem blinden Haß auf Männer besessen war - Aileen Wuornos. Die lesbische Prostituierte ging zum Schein trampen, ließ sich von vorbeifahrenden Männern mitnehmen, brachte die Männer in ihre Gewalt und erschoß sie dann. Später beraubte sie die Leichen. Aileen Wuornos wurde am 7 Mai 1992 in Florida zum Tode verurteilt. 



Graham Young

Graham Young träumt davon, ein berühmter Toxikologe zu werden, doch dazu mußte er seine selbstgemischten Gifte testen. Was lag also näher, als die Wirkungsweise der tödlichen Gifte an an seiner Familie und seinen Freunden auszuprobieren sämtliche Dosen und Wirkungen wurden akribisch in ein Handbuch  eingetragen. Seine Versuche führen zu Krankheit, Entstellungen und schliesslich zum grauenvollen Tod seiner Stiefmutter. Sie starb im April 1962 an einer Thalliumvergiftung. Young war zum Zeitpunkt seines ersten Mordes gerade einmal 14 Jahre alt. Er  wurde verhaftet nachdem sein Chemielehrer Aufzeichnungen seiner Experimente gefunden hatte und in eine Anstalt für geistesgestörte Verbrecher gebracht - Broadmoor. Nach 9 Jahren wurde er rehabilitiert und ins gesellschaftliche Leben wieder eingegliedert. Es dauerte nicht lange, da traf er an seinem neuen Arbeitsplatz einen alten Freund aus den "Chemiezeiten": Thallium. Dieses starke Gift schüttete er in den Tee, welchen er täglich servierte. Ca. 70 Mitarbeiter der Firma wurden ernsthaft krank und 2 starben an den Folgen der Vergiftung. Young wurde erneut verhaftet und starb am 1.8.1990 42jährig im Gefängnis.



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